Sparte mit eigener Gewinnrechnung soll erhalten bleiben
T-Online-Aktionäre erhalten für 25 eigene 13 T-Aktien

Im Zuge der geplanten Wiedereingliederung von T-Online in die Deutsche Telekom erhalten die restlichen T-Online-Aktionäre 13 Aktien des Mutterkonzerns für 25 eigene Titel.

HB FRANKFURT. Das Verhältnis basiere auf von Wirtschaftsprüfern berechneten Unternehmenswerten von 28,31 Euro je Telekom-Aktie und 14,71 Euro je T-Online-Aktie, teilten beide Unternehmen mit. Der Verschmelzungsvertrag sollte noch am Dienstag notariell beurkundet werden.

Der Umtausch betrifft die rund zwölf Prozent T-Online-Aktionäre, die das Barangebot der Telekom von 8,99 Euro je T-Online-Aktie nicht angenommen hatten. Die Telekom hatte die Barofferte als günstiger bezeichnet. Vertreter der Aktionäre hatten dagegen empfohlen, dieses Angebot nicht anzunehmen. Das nun mitgeteilte Umtauschverhältnis beträgt 0,52 T-Aktien für ein T-Online-Papier und liegt damit im Rahmen der bereits genannten Spanne von 0,45 bis 0,55.

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Titel der Deutschen Telekom gewannen am Nachmittag ein Prozent auf 15,98 Euro, während die im Technologie-Index TecDax gelisteten T-Online-Papiere 0,4 Prozent auf 8,47 Euro abgaben. Für das Umtauschverhältnis hätten die Berater die Zehnjahresplanung von 2005 bis 2014 zu Grunde gelegt, teilten die Unternehmen mit. Demnach erwartet die Deutsche Telekom für 2005 einen Umsatz von 61,1 Milliarden Euro, der bis 2014 auf 84,8 Milliarden steigen soll. Die Internettochter kann den Zahlen zufolge mit einer Vervierfachung der Erlöse in dem Zeitraum auf 10,3 Milliarden Euro rechnen, für 2005 werden 2,5 Milliarden Euro erwartet.

Rückkauf kostet drei Milliarden Euro

Das Konzernergebnis prognostizieren die Unternehmen für die Deutsche Telekom mit 4,9 Milliarden Euro 2005 und 11,5 Milliarden Euro 2014. T-Online soll im laufenden Jahr 0,1 Milliarden Euro verdienen und den Gewinn bis 2014 auf 1,5 Milliarden Euro steigern. Nach ihrem Kaufangebot an die T-Online-Minderheitsaktionäre hatte die Telekom mit gut 88 Prozent die angestrebten Anteilsmarke von 75 Prozent deutlich übertroffen. Die Dreiviertel-Mehrheit der Aktionärsstimmen ist nach dem Aktienrecht erforderlich, um auf der Hauptversammlung am 28. April die bei den Kleinaktionären umstrittene Integration von T-Online zu beschließen.

Der vollständige Rückkauf von T-Online wird die Telekom früheren Angaben zufolge rund drei Milliarden Euro kosten. Die Internet-Tochter soll innerhalb der Telekom als selbstständige Einheit mit eigenem Management und eigener Gewinn- und Verlustrechnung fortgeführt werden. Sie soll allerdings mit der Festnetzsparte T-Com zu einem neuen Geschäftsfeld zusammengefasst werden, wovon sich der Konzern Einspareffekte erwartet.

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