Sparten sollen bei der Ausrüstung von Sportstätten enger kooperieren und so zusätzliche Umsätze erwirtschaften
Siemens drängt weltweit in die Stadien

Der Technologiekonzern Siemens forciert das lukrative und prestigeträchtige Geschäft mit Sportstätten. Das Münchener Traditionsunternehmen hofft, in den nächsten Jahren rund um die Erde die Stadien für alle wichtigen Sportveranstaltungen auszurüsten.

MÜNCHEN. „Ein Komplettangebot wie Siemens können nur ganz wenige Firmen bieten. Deshalb versprechen wir uns hier ein großes Umsatzpotenzial“, sagte Siemens-Projektdirektor Dieter Ludwicki dem Handelsblatt.

Um bei Großvorhaben wie den Olympischen Spielen 2008 in Peking zum Zug zu kommen, arbeiten die einzelnen Siemens-Bereiche jetzt wesentlich enger zusammen als bisher. Dies ist Teil der vom neuen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld propagierten „Siemens One“- Strategie. Demnach sollen die Bereiche gemeinsam Angebote abgeben, anstatt wie bisher einzeln zu den Kunden zu gehen.

Mit diesem Vorgehen drängt Siemens nicht nur in die Stadien, sondern zielt auch auf Flughafenbetreiber, Hoteliers oder die Pharmabranche. „Überall wo wir ein zusätzliches Geschäft sehen, treten wir jetzt gemeinsam an“, erläutert Michael Meyer von der Kommunikationssparte von Siemens.

Kleinfeld setzt seine 440 000 Mitarbeiter kräftig unter Druck. Künftig solle der Konzern jedes Jahr doppelt so stark wachsen wie das weltweite Bruttosozialprodukt, verkündete der Manager kurz nach seinem Amtsantritt im Januar. Ein Teil dieses Wachstums will Kleinfeld durch die verstärkte Zusammenarbeit der Bereiche erreichen.

Im Geschäft mit Stadien, Rennstrecken oder Sporthallen heißt das: Vom Ticketsystem über das Parkmanagement, die Telefonanlage und die Videoüberwachung bis zur Stromversorgung und den Leuchten bietet Siemens alles aus einer Hand an. Neben den reinen Produkten spielen dabei Dienstleistungen eine immer größere Rolle. Dazu haben Bereiche wie die Kommunikation, die Industrieautomatisierung, die Gebäudetechnik, aber auch die Medizinsparte ein gemeinsames Team auf die Beine gestellt.

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