Spartensender der Fernsehkonzerne kämpfen um einen engen Markt
N-TV und N 24 steuern Gewinnzone an

Für das kommende Jahr geben sich die beiden Nachrichtensender optimistisch. „Wir liegen bereits in den letzten drei Monaten über Plan“, sagt N-TV-Chef Züll. Impulse erwarten sich die Kölner von der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Außerdem sollen Sonderwerbeformen ausgebaut werden, um sich neue Branchen als Werbekunden zu erschließen: „Wir brauchen knapp zehn Prozent Wachstum bei den Werbeeinnahmen, um die Gewinnzone zu erreichen.“

Dass N 24 seit Oktober die Marktführerschaft bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen habe, lässt N-TV-Chef Züll kalt. „Es gibt auch Entscheider jenseits des 49. Lebensjahres“, sagt der Vertraute von RTL-Vorstandschef Gerhard Zeiler. Die Quote treibt Züll keine Sorgenfalten ins Gesicht. Denn bei den über 14-Jährigen habe N-TV mit einem Marktanteil von 0,5 Prozent vor N 24 mit 0,4 Prozent die Nase vorne. In der für Entscheider wichtigen Tageszeit von 9 bis 17 Uhr erreiche N-TV sogar doppelt so viele Zuschauer.

N 24 hat aber mit einer deutlich geringeren Reichweite zu kämpfen. N-TV kann etwa vier Millionen potenzielle Zuschauer mehr erreichen. Rossmann hofft auf das digitalen Antennenfernsehen DVB-T, das derzeit in Ballungsräumen eingeführt wird. „DVB-T bringt ein zusätzliches Potenzial für uns. Dadurch können wir unsere technische Reichweite erhöhen und den Abstand zu N-TV weiter verringern," meint er. N 24 wird über DVB-T verbreitet, N-TV dagegen nicht. Die Kosten für das „Überallfernsehen“ stünden derzeit in keinem Verhältnis zum Nutzen, sagt ein N-TV-Sprecher. Denn bisher würden die Zuschauer bei DVB-T von den Marktforschern des Nürnberger Marktforschungsunternehmen Gfk nicht erfasst.

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