Spartensender der Fernsehkonzerne kämpfen um einen engen Markt
N-TV und N 24 steuern Gewinnzone an

Die beiden großen Fernsehkonzerne RTL und Pro Sieben Sat 1 Media liefern sich mit ihren Nachrichtenkanäle N-TV und N 24 einen harten Wettkampf. Im Oktober hat N 24 nach eigenen Angaben die Marktführerschaft bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern übernommen.

HB KÖLN/MÜNCHEN. Der bisherige Marktführer N-TV ist unter Druck, schließlich wollen beide Sender 2005 Gewinne machen. Sowohl N-TV als auch N-24 steigern in diesem Jahr ihre Netto-Werbeerlöse deutlich. Genaue Zahlen liegen bisher noch nicht vor.

„Wir rechnen für 2004 mit operativ schwarzen Zahlen. 2005 sollen auch unter dem Strich Gewinne stehen", sagt N 24-Chef Torsten Rossmann. Damit erreicht der Spartensender, der im Januar sein fünfjähriges Bestehen feiert, die Profitabilität schneller als geplant. 2003 fielen noch Verluste von etwa elf Mill. Euro an. N 24 war lange das Sorgenkind im Münchener TV-Konzern des US-Investors Haim Saban.

Auch N-TV, an dem Sender ist neben Bertelsmann (RTL) auch Time Warner beteiligt, verzeichnet in diesem Jahr weiter rote Zahlen. Die Verluste liegen nach Angaben des Kölner Senders zwischen fünf und zehn Mill. Euro. Nächstes Jahr will Geschäftsführer Johannes Züll nach verlustreichen Jahren wieder die Gewinnzone erreichen. N-TV hatte im Herbst seinen Sitz von Berlin nach Köln verlegt und dort ein neues digitales Studio in Betrieb genommen. Gleichzeitig sparte die Tochter des Bertelsmann-Fernsehkonzerns RTL rund 50 Arbeitsplätze ein. Derzeit zählt N-TV noch 200 Beschäftigte.

Auch Wettbewerber N 24 fährt einen Sparkurs. Senderchef Rossmann, der den Nachrichtenkanal seit gut einem Jahr führt, hat gleichzeitig das Konzept geändert. Statt vieler Dokumentationen setzt N 24 jetzt stärker auf Nachrichten und Talk-Shows. So starteten in diesem Jahr Gesprächssendungen mit Bild am Sonntag-Chef Claus Strunz und TV-Moderator Michel Friedmann. Mit beiden Sendungen ist Rossmann zufrieden und will auch 2005 an ihnen festhalten, obwohl die Quoten niedriger sind als der Senderdurchschnitt. Der Imagegewinn kompensiere dies, hieß es. „Auch 2005 werden wir weiter auf die Kosten schauen, aber die Zeit des großen Sparens ist vorbei", betonte Rossmann.

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