Spartensender plant nach schwachem Jahr wieder deutliche Umsatzsteigerung
Eurosport verspricht sich Schub durch Olympische Spiele

Eurosport setzt zur Aufholjagd an. Nach dem enttäuschenden Jahr 2003 sollen die Umsätze des europäischen Sportkanals 2004 um mindestens 10 % steigen.

HB/jojo MÜNCHEN. „Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr gut abschneiden“, sagte General Manager Jacques Raynaud gestern in der Deutschland-Zentrale in München. Vor allem die olympischen Spiele in Athen im Sommer sollen die Werbeeinnahmen ankurbeln.

Eurosport wird in ganz Europa von rund 100 Millionen Haushalten empfangen und ist damit der größte Sender seiner Art auf dem Kontinent. Trotzdem tat sich die Tochter des französischen TV-Konzerns TF 1 zuletzt schwer. Vergangenes Jahr gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 294,3 auf 284,4 Mill. Euro zurück. „Wir haben stark unter der Werbeflaute gelitten“, sagte Raynaud. Der Gewinn lag bei mageren 8 Mill. Euro.

Seit Beginn des Jahres habe sich die Situation aber geändert. „Wir haben gute Zahlen im ersten Quartal und spüren die bessere Stimmung unter den Werbekunden“, unterstrich der Manager, ohne jedoch Details zu nennen. Eurosport finanziert sich zu 70 % aus den Einnahmen von Kabel- und Satellitennutzern, der Rest kommt aus der Werbung. In Deutschland ist Reklame aber bislang die einzige Einnahmequelle.

Hier zu Lande treten die Franzosen vor allem gegen das Deutsche Sportfernsehen (DSF) an. Der Sender gehört nach der Insolvenz von Kirch einer Investorengruppe um Karstadt-Quelle und EM.TV. Voriges Jahr war es dem Münchener Kanal gelungen, nach zehn Jahren in den roten Zahlen zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Mit den Rechten für die zwei Bundesliga-Spiele am Sonntag konnte sich der Spartenkanal zudem ein breiteres Publikum als bisher erschließen. In diesem Jahr werde das DSF erstmals in die schwarzen Zahlen kommen, kündigte EM.TV vorige Woche an.

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