Sparzwang
Springer streicht Großveranstaltungen

Die Axel Springer AG will wegen sinkender Anzeigeneinnahmen im Zuge der Wirtschaftsflaute alle für das Jahr 2009 geplanten Großveranstaltungen streichen. Unternehmenssprecherin Edda Fels sagte am Wochenende, am Montag werde der Springer-Vorstand darüber entscheiden.

HB FRANKFURT. "In unserem Haus ist es bislang gelungen, auf den Abbau von Arbeitsplätzen oder die Einstellung von Titel zu verzichten, und wir wollen nun nicht bei unserer wichtigsten Ressource, den Mitarbeitern und dem Journalismus, sparen, sondern lieber bei Partys und Events", sagte Fels der AP. Zudem könne die Zeit ohne Großveranstaltungen genutzt werden, die Formate zu erneuern.

Die Gala "Ein Herz für Kinder" lief am Samstagabend noch wie geplant ab. Es sei eine "sehr schöne und sehr erfolgreiche Veranstaltung", sagte Fels.

Betroffen von der Maßnahme sind laut "Spiegel" im nächsten Jahr neben der Ein-Herz-für-Kinder-Gala unter anderem die bislang ebenfalls vom ZDF übertragene Verleihung der Goldenen Kamera, der "Bild"-Medienpreis Osgar, das Goldene Lenkrad von "Bild am Sonntag" und der "Sport Bild"-Award sowie etliche andere Verleihungen.

Im Springer-Vorstand wuchs laut "Spiegel" zuletzt das Unbehagen gegenüber ebenso kostspieligen wie reklamigen Veranstaltungen. Als erste große Springer-Show trifft es demnach die für Februar geplante Goldene Kamera. Die bereits aufgelaufenen Kosten müssten in Kauf genommen werden, heiße es.

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