Speicherchip-Hersteller
Börse feiert Qimonda-Kredit

Silvester ist erst nächste Woche, doch die Anleger haben das Rettungspaket für Qimonda schon gestern mit einem Feuerwerk an der Börse gefeiert. Der Aktienkurs des schwer angeschlagenen Speicherchip-Herstellers kletterte im frühen Handel an der Wall Street um rund 75 Prozent.

jojo MÜNCHEN. Silvester ist erst nächste Woche, doch die Anleger haben das Rettungspaket für Qimonda schon gestern mit einem Feuerwerk an der Börse gefeiert. Der Aktienkurs des schwer angeschlagenen Speicherchip-Herstellers kletterte im frühen Handel an der Wall Street um rund 75 Prozent. Auch die Papiere der Konzernmutter Infineon legten kräftig zu und waren der Tagesgewinner im Dax.

Die Investoren haben sich aber womöglich zu früh gefreut: Ob der Hersteller der sogenannten Dram-Chips aus dem am Wochenende angekündigten Staatskredit wirklich einen Wettbewerbsvorteil ziehen kann, ist völlig offen. Denn die Konkurrenz in Taiwan fordert ebenfalls Unterstützung der öffentlichen Hand. „Es darf nicht so weit kommen, dass die Dram-Industrie in Taiwan zusammenbricht“, sagte Frank Huang, Chef von Powerchip Semiconductor in einem Interview.

Der Manager will mit Hilfe der Regierung verschiedene Taiwaner Hersteller unter einem Dach zusammenbringen und so einen mächtigen Anbieter im Dram-Geschäft schaffen. Dies könnte Qimonda schwer in Bedrängnis bringen. Denn die Deutschen stehen derzeit ohne Kooperationspartner da, ihnen fehlen also die Größenvorteile.

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