Speicherchipgeschäft
Infineon gibt Qimonda-Anteile ab

Der Chiphersteller Infineon will seine Anteile an der kriselnden Speicherchiptochter Qimonda reduzieren. Infineon werde 25 Millionen Qimonda-Aktien in den USA öffentlich anbieten, teilte der Chiphersteller mit. Bei Qimonda wurde diese Ankündigung positiv gewertet. Analysten warnten vor einem übereilten Verkauf.

HB MÜNCHEN. Das Angebot könne um eine Mehrzuteilungsoption von 3,75 Millionen Aktien erweitert werden. Derzeit hält Infineon 85,9 Prozent an seiner Tochter. „Unter der Annahme, dass der Verkauf wie geplant durchgeführt wird, reduziert sich der Infineon-Anteil an Qimonda auf 78,6 Prozent“, hieß es. Werde die Mehrzuteilungsoption voll ausgeübt reduziere sich der Anteil weiter auf 77,5 Prozent.

Zudem werde der Konzern über ein Tochterunternehmen eine Umtauschanleihe mit 3-jähriger Laufzeit begeben, hieß es weiter. Damit hätten Investoren das Recht, von dieser Tochtergesellschaft statt einer Rückzahlung in bar Qimonda-Aktien zu erhalten. Sollten alle Anleihegläubiger von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen, reduziere sich der Infineon-Anteil an Qimonda weiter auf 72,5 Prozent.

Qimonda-Chef Kin Wah Loh begrüßte den Schritt: „Die heutige Bekanntgabe von Infineon, ihren Anteil an Qimonda zu reduzieren, ist für Qimonda ein wichtiger weiterer Schritt auf dem Weg zu einem unabhängigen Unternehmen“, sagte er. Durch den erhöhten Streubesitz erwarte sein Unternehmen eine Verbesserung der Liquidität sowie der Handelbarkeit der Aktie. „Darüber hinaus betrachten wir diese Entscheidung als logische Entwicklung, da sie den beiden Unternehmen die weitere Fokussierung auf ihre jeweiligen Technologien, Produktpläne und Geschäftsmodelle ermöglicht“, fügte Kin Wah Loh hinzu.

Infineon bemüht sich seit längerem, sich von seinen Qimonda-Anteilen zu trennen. Denn die krisenanfällige Speicherchip-Tochter hatte den Konzern wiederholt in die Verlustzone gerissen. So auch im zurückliegenden Quartal wegen des Preisverfalls bei Computerspeichern. Infineon will sich verstärkt auf das Geschäft mit Chips für Kommunikation, Autohersteller und Industrie konzentrieren.

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