Speicherchipsparte
IG Metall sieht bei Infineon 4500 Jobs gefährdet

Bei einem Verkauf an einen ausländischen Investor könnten in der Speicherchipsparte von Chiphersteller Infineon nach Schätzungen der IG Metall bis zu 4500 Arbeitsplätze gefährdet sein. Infineon wollte sich zunächst nicht äußern.

HB MÜNCHEN. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es ein Gefährdungspotenzial in dieser Größenordnung geben könnte, sollte ein möglicher Käufer der Sparte seinen Sitz nicht in Europa haben, sondern aus Asien kommen“, sagte Dieter Scheitor, der die Gewerkschaft im Infineon-Aufsichtsrat vertritt.

Infineon selbst macht keine Angaben darüber, wie viele seiner 16 000 Mitarbeiter in Deutschland in der Speichersparte arbeiten. Scheitor rechnet, dass in dem Infineon-Werk in Dresden 3000 bis 3500 Beschäftigte der defizitären Sparte zuzuordnen seien, in der Münchener Zentrale rund 1000.

Infineon wollte sich dazu nicht äußern. Für das Geschäft mit den so genannten DRAMs seien alle Optionen offen, hatte es in dieser Woche geheißen. Wie im Herbst üblich würden alle strategischen Möglichkeiten des Konzerns überprüft.

Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, dass auf der Sitzung des Aufsichtsrats von Infineon am 17. November über die Zukunft der Speichersparte entschieden werden sollte. Ein Börsengang sei dabei wahrscheinlicher als der Verkauf an einen Finanzinvestor. Die Infineon-Aktie notierte zum Wochenschluss fast unverändert bei 7,77 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%