Spekulationen zurückgewiesen
France Telecom bestreitet Privatisierungspläne

Die mehrheitlich dem Staat gehörende France Telecom hat Spekulationen über Privatisierungspläne zurückgewiesen.

Reuters PARIS. Ein entsprechendes Vorhaben gebe es derzeit nicht, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag. Die Spekulationen wurden von einer Mitteilung des französischen Finanzministeriums ausgelöst, in der von möglichen Änderungen der Eigentümerstruktur des Unternehmens die Rede war. Darin hieß es, das Ministerium arbeite an einem Gesetzentwurf, der den vom ehemaligen Telekom-Monopolisten beschäftigten Beamten ihren privilegierten Status auch bei geänderten Besitzverhältnissen sichern würde. Die geplante Anpassung der Rechtslage folgt einer EU-Richtlinie zum Status von Staatsbediensteten.

France Telecom, an der der Staat rund 55 % der Anteile hält, beschäftigt etwa 100 000 Beamte. Dies durfte der Konzern bislang, weil er als einziger Anbieter umfassender Telekommunikationsdienstleistungen in ganz Frankreich galt. Mittlerweile können aber auch Konkurrenten diese Dienste anbieten. Dies macht eine Klärung des Status von Beamten bei France Telecom erforderlich. Gewerkschaften drängen die Regierung, ihre Lösungsvorschläge rasch offen zu legen.

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