Spiegel.de und andere Stromausfall legt Nachrichtenseiten lahm

Ein Stromausfall hat mehrere populäre Websites in Deutschland, darunter unter anderem die Nachrichtenseiten von Spiegel und Focus, lahmgelegt. Die Schäden in dem Rechenzentrum sollen gravierend sein.
Ein schwerer technischer Defekt hat am Samstag mehrere populäre Websites in Deutschland lahmgelegt. Quelle: dpa
Stromausfall im Rechenzentrum

Ein schwerer technischer Defekt hat am Samstag mehrere populäre Websites in Deutschland lahmgelegt.

(Foto: dpa)

BerlinEine gravierende technische Störung in einem Rechenzentrum in Gütersloh hat am Samstagvormittag mehrere populäre Websites wie „Spiegel Online“ und „Focus Online“ über Stunden hinweg unerreichbar gemacht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war bei einem Provider in der Anlage in Nordrhein-Westfalen der Strom ausgefallen. Bei dem Vorfall wurden technische Geräte so sehr beschädigt, dass sie nicht mehr in Betrieb genommen werden konnten, sondern ausgetauscht werden mussten.

Die Störungen hatten nicht nur Auswirkungen auf Telefonie-Verbindungen im Westen Deutschlands, sondern verursachten auch Störungen innerhalb der Datennetze. Es habe sich um eine herkömmliche technische Panne gehandelt, nicht um einen Angriff von außen.

Das sind die Giganten der Medienwelt
Gute Unterhaltung aus den USA?
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Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

Platz 10: Apple
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Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

Platz 9: Bertelsmann
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Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

Platz 8: Sony
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Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

Platz 7: Time Warner
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Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

Platz 6: Viacom
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Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

Platz 5: DirecTV
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Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

Die betroffenen Websites baten ihre Nutzer um Gelassenheit: „Die IT arbeitet an einer Lösung. Danke für Eure Geduld!“, schrieb „Spiegel Online“ im Kurznachrichtendienst Twitter. Auch andere Websites seien betroffen. „Focus Online“ meldete bei Facebook: „Aufgrund technischer Probleme sind die Inhalte unserer Seiten leider nicht abrufbar.“ Die Redaktion von „Faz.net“ twitterte am späten Vormittag: „Kurzzeitiger Serverausfall. Müsste alles wieder funktionieren!“

  • dpa
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