"Spiegel" und "Focus": Illegale Praktiken auch in anderen Sendern
Korruptionsaffäre um Emig weitet sich aus

Die Korruptionsaffäre um den ehemaligen Sportchef des Hessischen Rundfunks (hr), Jürgen Emig, ist nach Darstellung in Medienberichten kein Einzelfall. Die Affäre weitet sich nach Berichten der Nachrichtenmagazine „Focus“ und „Spiegel“ aus.

HB FRANKFURT. Die Staatsanwaltschaft geht laut „Focus“ davon aus, dass auch bei anderen Sendern illegale Methoden praktiziert wurden. Ermittlungen gegen Mitarbeiter anderer ARD-Anstalten seien bereits aufgenommen worden, berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Auch laut „Spiegel“ fanden die Frankfurter Staatsanwälte Hinweise auf Geschäfte mit anderen ARD-Anstalten. Die Anklagebehörde selbst war am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Korruptionssystem, das der in der vergangenen Woche inhaftierte Emig aufgebaut haben soll, entstand dem „Spiegel“ zufolge schon vor mehr als 15 Jahren. Der 59 Jahre alte Reporter wurde vor allem mit seinen Berichten für die Tour de France bekannt. Er sitzt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und des Betrugs hinter Gittern. Das Amtsgericht Frankfurt hatte wegen Verdunkelungsgefahr Haftbefehl erlassen. Emig wird vorgeworfen, im Austausch für TV- Berichte Geld von zwei Marketing-Agenturen erhalten zu haben. Eine der Agenturen gehörte Emigs Ehefrau.

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