Spieleindustrie
Nintendo-Gewinnsprung dank der „Wii“

Glänzende Geschäfte mit seiner Spielkonsole Wii haben Nintendo einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Von April bis September sei das Betriebsergebnis um 34 Prozent auf umgerechnet 1,9 Mrd. Euro gestiegen.

HB DÜSSELDORF/TOKIO. Wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und des starken Yen senkte der Konzern jedoch seine erst im August angehobene Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr um drei Prozent. Nintendo geht nun nur noch von einem Betriebsgewinn von 4,8 Mrd. Euro aus, bleibt damit aber immer noch über den Markterwartungen.

Bisher scheint der Boom bei Videospielen trotz Wirtschaftsflaute weiterzugehen. Davon profitiert besonders Nintendos Gameboy-Nachfahre DS sowie die Spielkonsole Wii, die sich bislang deutlich besser verkauft als Sonys PlayStation3 und Microsofts Xbox 360. Die Wii ist vergleichsweise günstig und spricht mit ihrer bewegungsfreundlichen Steuerung auch neue Kundengruppen wie ältere Menschen und Frauen an.

Allerdings musste Nintendo wegen des rasant gestiegenen Yen seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigieren. Der Nettogewinn soll zum Bilanzstichtag am 31. März 2009 nun 345 Mrd. Yen (2,7 Mrd Euro) betragen, 16 Prozent weniger als noch vor zwei Monaten erwartet.

Der gestiegene Außenwert des Yen überschattet den starken Absatz von Nintendos erfolgreichen Spielekonsolen Wii und DS. Erst im August hatte der Konzern seine Prognosen noch angehoben. Der Yen hat auch andere japanische Elektronikunternehmen wie Sony und Canon gezwungen, ihre Gewinnerwartungen nach unten zu schrauben.

Nintendo rechnet jetzt mit einem Betriebsgewinn von 630 Mrd Yen, nachdem im August noch 650 Mrd anvisiert worden waren. Der Umsatz soll sich wie bislang erwartet auf zwei Billionen Yen belaufen. Das Unternehmen erhöhte sein Absatzziel für die Wii-Konsole um eine Million auf 27,5 Mio. Geräte. Bei der DS geht der Konzern weiterhin von einem Absatz von 30,5 Mio. Geräten aus.

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