Spitzelaffäre
Ausschuss verlangt Klarheit von HP

Die Spitzelaffäre setzt Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd mächtig unter Zugzwang. Nun äußerte sich der Firmenchef vor einem US-Kongressausschuss zu den Vorwürfen. Für eine neue Spur sorgte indes aber die bereits zurückgetretene Verwaltungsratsvorsitzende Patricia Dunn.

je WASHINGTON. In der Spitzelaffäre bei HP hat Firmenchef Mark Hurd bei einer Anhörung vor einem US-Kongressausschuss das Versagen interner Kontrollen dafür verantwortlich gemacht, dass die Suche nach einer undichten Stelle im Verwaltungsrat aus dem Ruder lief. In ihrer einseitigen Fokussierung auf Resultate hätten die Beteiligten jedes Maß verloren. Nach einer Serie von Indiskretionen aus dem Verwaltungsrat hatte HP Detektive beauftragt, die sich private Telefonrechnungen beschafften und Board-Mitglieder sowie Journalisten beschatteten. Initiatorin der Ermittlungen war die Verwaltungsratsvorsitzende Patricia Dunn, auf die sich die Kritik bislang konzentriert. Sie ist bereits zurückgetreten. Sie sagte in den Anhörungen, sie habe es als ihre Pflicht betrachtet, die undichte Stelle zu finden. Nach Rücksprache mit HP-Rechtsexperten seien ihr nie Zweifel an der Legalität der Ermittlungsmethoden gekommen. Sie sei selbst heimlich bespitzelt worden. Zum ersten Mal zeigte sie mit dem Finger auf Finanzchef Bob Wayman, der die Ermittlungen abgesegnet habe. HP dementierte das umgehend. Am gestrigen Donnerstag gab zudem HP-Chefjuristin Ann Baskins nach 24 Dienstjahren ihr Amt auf. Zwei hochrangige Manager, Firmenanwalt Kevin Hunsaker und der Sicherheitschef Anthony Gentilucci, sind bereits gefeuert worden.

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