Spitzelaffäre
Telekom-Mitarbeiter zeigen sich selbst an

Die Affäre der Deutschen Telekom, bei der es um das Ausspähen von Journalisten und Aufsichtsräten geht, weitet sich aus. Während der Konzern ursprünglich einen Einzelfall annahm, hat die Staatsanwaltschaft zahlreiche Hinweise auf eine größere Skandaldimension. Inzwischen gibt es bereits mehr als ein halbes Dutzend Selbstanzeigen.

BONN. Mitarbeiter der Deutschen Telekom haben bei den internen Ermittlungen des Konzerns offenbar wichtige Unterlagen zurückgehalten. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat bei ihren Durchsuchungen weit mehr belastende Dokumente gefunden, als die Telekom bei ihren Nachforschungen selbst sicherstellen konnte. „Da haben einige ganz schön große Augen gemacht“, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel dem Handelsblatt. „Wir haben mehr gefunden, als mancher sich vorstellen konnte.“

Laut Apostel ist es nicht ungewöhnlich, wenn Mitarbeiter bei internen Kontrollen zögerten, alle belastenden Unterlagen vorzulegen. Die Staatsanwaltschaft aber hat inzwischen nicht nur mehr Dokumente sichergestellt als die Telekom, sondern es haben sich bei ihr auch mehr Mitarbeiter gemeldet, die an den Spitzelaktionen des Konzerns beteiligt waren.

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