Spoerr-Nachfolge
Freenet holt neuen Vorstandschef von Debitel

Freenet hat endlich einen neuen Vorstandschef: Der Aufsichtsrat bestellte am Dienstag Christoph Vilanek einstimmig zum Nachfolger von Eckhard Spoerr, der das Unternehmen bereits vor Wochen verlassen hatte. Und bei dieser Personalie gibt es ein besonders pikantes Detail.

HB HAMBURG. Denn Christoph Vilanek kommt von seinem kürzlich übernommenen Rivalen Debitel. Interimschef Joachim Preisig, der sich ebenfalls Hoffnungen auf die Spoerr-Nachfolge gemacht hatte, ging leer aus. Der frühere Debitel-Chef Oliver Steil, für den sich Großaktionär Permira starkgemacht hatte, war noch von Spoerr vergrault worden.

„Wir haben 20 Bewerbungen durchgeackert und den geeignetesten genommen“, sagte Aufsichtsratschef Helmut Thoma. Vilanek sei keine Notlösung. Er kenne das Unternehmen und könne sofort loslegen. Den Vorstandsvorsitz soll der 41-Jährige am 1. Mai übernehmen. Anleger reagierten erleichtert auf das Ende der monatelangen Suche nach einem Vorstandschef.

Die im TecDax gelistete Freenet-Aktie gewann in einem schwachen Umfeld mehr als ein Prozent an Wert. Die Tatsache, dass Vilanek einer der Architekten der Neuausrichtung des Unternehmens sei, könne Freenet helfen, die Restrukturierung voranzutreiben, schrieb Marcus Pratsch, Analyst der DZ-Bank, in einer ersten Reaktion.

Bei Debitel war der gebürtige Österreicher Vilanek unter anderem in der Kundenbetreuung tätig und gehörte zuletzt dem Strategieteam für die Zusammenführung des Mobilfunkgeschäfts mit Freenet an. Davor arbeitete er bei der Unternehmensberatung McKinsey. Vilaneks wichtigste Aufgabe wird in den nächsten Wochen sein, einen Käufer für das DSL-Geschäft von Freenet zu finden.

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