Sportsender schreibt schwarze Zahlen: DSF landet operativ erstmals im Plus

Sportsender schreibt schwarze Zahlen
DSF landet operativ erstmals im Plus

Erstmals seit seiner Gründung vor zwölf Jahren hat der Sportsender DSF nun 2004 operativ schwarze Zahlen geschrieben. Nun will das seit kurzem ganz zum Medienunternehmen EM.TV gehörende Spartenprogramm mehr Sport-Großereignisse auch live übertragen.

HB MÜNCHEN. Der Umsatz des DSF wuchs 2004 um rund 30 % auf 107,4 Mill. €, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei 8,1 Mill. €, wie das Deutsche Sportfernsehen ((DSF) am Mittwoch mitteilte. Maßgeblich trugen dazu Einnahmen aus Quiz- und anderen Dauerwerbesendungen bei. „Das Unternehmen DSF wird weiter wachsen“, sagte Geschäftsführer Rainer Hüther. Für 2005 und 2006 habe sich das DSF die Live- und Exklusivrechte für die Spiele des deutschen Daviscup-Teams gesichert. Nach den Rechten an den englischen Meisterschaften in Wimbledon von 2005 bis 2007 sei dies das zweite Top-Ereignis im Tennis.

Dennoch bleibe Fußball vor Basketball, Eishockey und Tennis die Nummer eins, hieß es. Verstärkt will sich das DSF um Spiele im Fußball-Uefa-Pokal bemühen, bekräftigte EM.TV-Chef Werner Klatten in einem Interview mit dem Wochenmagazin „Die Zeit“. DSF biete bei den großen Wettbewerben mit, „mal allein, mal mit einem anderen großen Sender zusammen. Der Uefa-Pokal zum Beispiel ist interessant. Wir werden unseren Platz finden.“

Im laufenden Jahr werfe aber auch die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland schon ihre Schatten voraus. Bis zur WM werde das DSF zwölf Qualifikationsspiele live übertragen. Daneben gebe es zahlreiche Reportagen und Hintergrundberichte.

Obwohl der DSF ein Spartensender sei, sei noch viel Wachstum - etwa mit neuen Formen der Zuschauerbeteiligung - vorstellbar, fügte Klatten hinzu. Auch DSF-Geschäftsführer Hüther will die Randaktivitäten rund um den reinen Sendebetrieb ausbauen. Die Zuschauer sollten über Quizsendungen und Spiele noch stärker einbezogen werden. Auch Wetten seien vorstellbar. Bereits 2004 sei der Anteil der Sparte „T-Commerce“ mit Dauerwerbesendungen und Formaten der Zuschauerbeteiligung um 56,5 % auf 44,9 Mill. € gestiegen und habe 43 % des Gesamtumsatzes ausgemacht.

Angetrieben durch die guten Zahlen vom DSF und die komplette Eingliederung in den Medienkonzern EM.TV setzten die Aktien von EM.TV am Mittwoch ihren Höhenflug fort. Die Papiere legten in der Spitze rund zwölf Prozent zu und notierten am Nachmittag bei 5,35 € rund acht Prozent im Plus. EM.TV hatte kürzlich für 40 Mill. € die Anteile von KarstadtQuelle und dem Schweizer Investor Hans-Dieter Cleven am DSF übernommen.

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