Sportspiele für Videokonsolen sind ein Milliardenmarkt
Fifa spielt die erste Fußball-WM online

Der August ist der Monat des American Football. Während laut Branchendienst NPD Inc. die Videospiele-Umsätze in den USA um drei Prozent fielen, legte Weltmarktführer Electronic Arts (EA) um über sechs Prozent zu. Der Grund: Die jährliche Neuauflage der Football-Simulation „Madden NFL“ war fällig. Und die Fans enttäuschten EA nicht.

HB DÜSSELDORF. „Madden NFL 2005“ ging 1,6 Millionen mal über die Theke und spülte mehr als 100 Mill. Dollar in die Kassen. Im August 2003 waren es noch 89 Mill. Dollar. Insgesamt hat die Madden-Lizenz in 15 Jahren Einnahmen von gut 1 Mrd. Dollar beschert.

Egal ob Formel 1, American Football, Basketball oder Fußball – Sportspiele sind in der Branche mittlerweile so wichtig wie Sportrechte als Quotenbringer im TV. „Sportspiele sind eine kritische Größe für den Erfolg einer Spielekonsole“, sagt Robbie Bach, Chef der X-Box-Division bei Microsoft. Guido Alt von Sony Computer Entertainment Deutschland ergänzt: „Motorsportspiele laufen immer.“ Sie bringen kontinuierliche Umsätze in einer schnelllebigen Branche. Sony hat das einzige von der Formel-1 lizensierte Rennspiel auf Playstation 2, auch ein Millionenseller.

Gut für die, die dabei sind, schlecht für die Nachzügler. Das ahnt auch Axel Herr von THQ („Findet Nemo“): „THQ will seinen Umsatz deutlich steigern. Wir brauchen ein Rennspiel, Fußball, Basketball – in dieser Reihenfolge.“ Auch Konami – die Firma verkaufte Millionen Kopien ihrer Fußball-Software „Pro Evolution Soccer“ während der WM in Japan und Korea – will nachlegen. „Wir werden nach langer Zeit wieder ein Rennspiel auf den Markt bringen“, kündigt Deutschland-Chef Martin Schneider an. Das Problem: „Die guten Lizenzen sind fast alle vergeben“, bedauert THQ-Mann Herr. Die Fans wollen ihre Lieblingsteams sehen.

Das stärkt die Stellung der Sportverbände. Der Weltfußballverband Fifa wird dieses Jahr erstmals eine Online-WM zusammen mit EA auf Microsofts Spielplattform X-Box-live austragen. Fußball zieht: Die Fifa-Videospiele von EA haben in nur zehn Jahren die Schwelle von 1 Mrd. Dollar Umsatz geknackt. Jetzt geht es in den Cyberspace. Von Oktober bis Dezember gibt es weltweite Qualifikationen, das Finale findet am 19. Dezember in Zürich statt. Fifa-Präsident Joseph Blatter will persönliche den Pokal überreichen.

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