Bei Siemens
sollen bis zu 1,3 Mrd. Euro in dunkle Kanäle geflossen und im Ausland als Schmiergeld eingesetzt worden sein. Die Affäre wurde vor anderthalb Jahren durch eine Großrazzia bekannt. Danach suchte Pierer auch den Kontakt zur bayerischen Staatsregierung.
Justizministerin Beate Merk (CSU) sagte am Donnerstag im Landtag, Pierer habe sie im Büro angerufen. Sie habe das Gespräch angenommen, dem Siemens
-Chef aber klar gesagt, dass sie sich zu laufenden Ermittlungen nicht äußern werde. Pierer traf sich zudem mit Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), der damals Innenminister war, um mit ihm über die Affäre zu sprechen.
Pierers Anwalt Winfried Seibert sagte dazu, Pierer sei es dabei darum gegangen, gegenüber Beckstein die Auswirkung der Korruptionsaffäre auf Siemens
darzustellen. "Dabei war ausschlaggebend, dass Siemens
der größte bayerische Arbeitgeber ist. Es bestand also auch im Interesse des Unternehmens Handlungsbedarf."

