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Staatsholding gegen Privatisierung der Telekom Austria

Die österreichische Staatsholding ÖIAG sperrt sich gegen eine weiterer Privatisierung der Telekom Austria. „Wir sehen keine strategische Notwendigkeit, das zu tun“, sagte ÖIAG-Chef Peter Michaelis dem Handelsblatt.

HB WIEN. Die Staatsholding besitzt 30,1 Prozent der Anteile an der Telekom Austria. Ursprünglich sollte dieser Anteil bis zum Ende der Legislaturperiode der Regierung unter Kanzler Wolfgang Schüssel im kommenden Jahr verkauft werden.

Erst am Wochenende hatte die Schweizer Swisscom, die bereits im letzten Jahr einen erfolglosen Versuch zur Übernhame der Telekom Austria gestartet hatte, ihr neuerliches Interesse bekundet. „Ich glaube, die Verletzungen des letzten Sommers sind so nachhaltig, dass der Besitzer da nicht mitmacht“, sagte Michaelis jetzt.

Anders sieht es bei der österreichischen Post aus, die sich zu 100 Prozent in den Händen der Staatsholding befindet. Hier läuft derzeit alles auf einen Börsengang hinaus. Eine endgültige Entscheidung soll nach Auskunft von Michaelis im zweiten Halbjahr fallen. „Die Post ist inzwischen so aufgestellt, dass sie aus eigener Kraft existieren kann“,sagte der Chef der Staatsholding.

Zwei weitere Beteiligungen der ÖIAG stehen noch nicht zur Disposition: Beim Energiekonzern OMV sowie bei der Fluggesellschaft Austrian Airlines hält die Staatsholding 32,5 bzw. 39,7 Prozent der Anteile. Beide Gesellschaften konnten sich in den vergangenen Jahren gut behaupten. Die OMV ist inzwischen die führende Energieversorgungsgesellschaft im Donauraum.

Austrian Airlines hat zumindest erfolgreicher als die Kollegen von der Swiss eine Nische im Luftverkehr gefunden und bedient insbesondere osteuropäische Verbindungen. Was mit diesen Beteiligungen geschehen soll, müsse im Koalitionspapier der nächsten Regierung festegelegt werden, sagte der ÖIAG-Chef.

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