Starkes drittes Quartal mit Umsatz- und Gewinnwachstum: Nach harten Jahren schaltet Matsushita wieder auf Wachstum

Starkes drittes Quartal mit Umsatz- und Gewinnwachstum
Nach harten Jahren schaltet Matsushita wieder auf Wachstum

Eine starke Nachfrage nach digitaler Konsumelektronik im Weihnachtsquartal und die Auswirkungen der Umstrukturierung der letzten Jahre sorgen bei der japanischen Matsushita-Group für steigende Gewinne und Umsätze.

DÜSSELDORF. Damit festigt Matsushita – bekannt unter der Marke Panasonic – seine Position als Herausforderer des Marktgiganten Sony, der einen Rückgang des Nettogewinns im Weihnachtsquartal um knapp ein Viertel bekannt geben musste. Doch auch Matsushita selber spürt die Konkurrenz im Nacken: koreanische und chinesische Konzerne wie Samsung, LG oder Acer holen auf.

Für das vierte Quartal meldet Matsushita ein Umsatzplus von 5 % auf 2 031 Mrd. Yen. Der Nettogewinn stieg um 8 % auf 24 Mrd. Yen (rund 180 Mill. Euro). Angesichts der guten Ergebnisse setzte Matsushita auch die Gewinnprognose für das gesamte Finanzjahr (31. März 2004) um 5 Mrd. auf 35 Mrd. Yen nach oben. Auf Grund der Wechselkursunsicherheit hatte man zum Halbjahr noch darauf verzichtet. Der Auslandsumsatz stieg im Quartal in Yen nur um 3 %. In lokalen Währungen waren es 8 %.

Massiv waren die Umsatzzuwächse im dritten Quartal in Asien außerhalb Japans. Alleine in China wuchs das Geschäft um 33 %. China steht als Absatz- und Produktionsstandort ganz oben auf der Prioritätenliste von Auslandschef Yukio Shotoku. In Europa sank der Umsatz auf lokaler Basis um 1 %. Rückgänge bei Röhrenfernsehern und Mobiltelefonen konnte durch Trend-Produkte wie Flach-Bildschirm-TV oder, DVD-Rekorder nicht kompensiert werden.

Bei den Kosten machte sich neben Verlagerung von Produktionsstandorten und Personalabbau eine Neuorganisation des Auslandsgeschäfts (siehe Interview) sowie eine signifikante Senkung der Lagerbestände positiv bemerkbar. Der Bestand an fertigen Produkten und Vorprodukten sank laut Matsushita seit Dezember 2001 von 52 Tagen auf 37 Tage zum Ende 2003. Die Kapitalbindung sank von 1 035 Mrd. auf 829 Mrd. Yen. Die Kostensenkungen sollen laut Tatsuya Kawakami, Managing Director von Panasonic, unverändert weiter gehen. Nur so könne im mörderischen Preiswettbewerb bei Unterhaltungselektronik mitgehalten werden: „Wenn ich mir das Wachstum der koreanischen und chinesischen Wettbewerber anschaue, glaube ich nicht, dass der Preiskampf bald enden wird“, sagte Kawakami. Der koreanische Samsung-Konzern etwa hatte zuvor angekündigt, rund 5,3 Mrd. Euro investieren zu wollen, überwiegend in die Chipfertigung und neue Werke für Flach-Bildschirme.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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