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Starkes Wachstum: SAP nimmt sich den nächsten Rekord vor

Auch wenn SAP ein Softwarekonzern ist und keine Bank – da wird ein Josef Ackermann neidisch: SAP nimmt sich ein Renditeziel von 35 Prozent vor. Die Erlöse sollen um zwölf Prozent wachsen. Die Jagd auf Oracle hat begonnen.

WalldorfNach dem Rekordjahr 2011 setzt der Softwarehersteller SAP trotz der unsicheren Konjunkturaussichten auf einen weiteren Nachfrageboom. Beim Software-Lizenzverkauf und bei Wartungsdienstleistungen sei 2012 erneut ein prozentual zweistelliger Zuwachs möglich, stellte SAP am Mittwoch in Aussicht und untermauerte damit seine jüngst geäußerte Zuversicht. Im Gegensatz dazu rechnet etwa der kleinere Konkurrent aus Darmstadt, die Software AG, im laufenden Jahr nur mit weitgehend konstanten Erlösen. „Unser Geschäft entwickelt sich hervorragend“, sagte das SAP-Führungsduo Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe.

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Bereinigt um Sondereffekte wie Akquisitionskosten und Aktienoptionsprogramme traut sich SAP 2012 bei den Erlösen aus dem Verkauf von Software und Wartungsdiensten einen Zuwachs um zehn bis zwölf Prozent bei konstanten Wechselkursen zu. Im Vorjahr hatten die mit dem Datenbankanbieter Oracle erbittert um Kunden und Marktanteile kämpfenden Walldorfer ein Plus von 17 Prozent auf 11,35 Milliarden Euro vorgelegt. „Wir konnten unsere Marktführerschaft ausbauen“, sagten die beiden Co-Chefs McDermott und Hagemann Snabe.

Rasantes Wachstum bei SAP. Quelle: dapd
Rasantes Wachstum bei SAP. Quelle: dapd

Mit der Prognose für 2012 übertrifft SAP die Erwartungen des Marktforscher des Instituts Gartner, die in diesem Jahr lediglich mit einem Zuwachs der weltweiten Ausgaben für Unternehmenssoftware um 6,4 Prozent auf 285 Milliarden Euro rechnen. Deutliches Wachstum verspricht sich SAP vor allem von seiner neuen Datenbank-Software Hana, mit der die Walldorfer den Konkurrenten Oracle direkt angreifen wollen. Auch die mit hohem Aufwand entwickelte Mittelstands-Software Business By Design soll nach verzögertem Marktstart für Wachstum sorgen und bei kleineren Unternehmen und Auslands-Töchtern größerer Konzerne verkauft werden.

Nach dem Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr nimmt SAP die nächste Bestmarke beim Ergebnis ins Visier. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis soll ohne Berücksichtigung von Wechselkursänderungen im laufenden Jahr auf 5,05 bis 5,25 Milliarden Euro steigen. 2011 hatte SAP operativ 4,71 Milliarden Euro verdient - mehr als jemals zuvor in der 40-jährigen Firmengeschichte.

SAP

Finanzvorstand Werner Brandt bekräftigte zudem die Mittelfristprognose: „Wir sind auf dem besten Weg, bis 2015 unser Umsatzziel von 20 Milliarden Euro zu übertreffen und eine operative Marge von 35 Prozent zu erreichen.“ Damit würde SAP als Weltmarktführer für Unternehmenssoftware näher an seine rentableren Konkurrenten aus den USA heranrücken. 2011 klettere die operative Rendite von SAP um 1,1 Prozentpunkte auf 33,1 Prozent, Microsoft kam hingegen auf knapp 39 Prozent.

Für den erwarteten Renditeschub soll in den kommenden Jahren unter anderem die geplante Übernahme der US-Softwareschmiede SuccessFactors sorgen, mit der SAP bei Miet-Software stärker Fuß fassen will. Auch Oracle, IBM und Salesforce.com stoßen mit Übernahmen in diesen sogenannten Cloud-Computing-Markt vor, da die Nachfrage der Unternehmen nach Softwarenutzung über das Internet rasant zunimmt.

  • 25.01.2012, 09:27 UhrAnonymer Benutzer: HansWurst

    Ein gutes Beispiel für die ökonomische Ahnungslosigkeit von Journalisten.
    Das Deutsche Bank Renditeziel ist eine Kapitalrendite (Rendite auf das eingesetzte Kapital),
    Das SAP Renditeziel ist eine Umsatzrendite (Rendite in Prozent vom Umsatz.)
    Beides leider nicht vergleichbar.

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