Start der deutschen „Vanity Fair“: Mit Kampfpreis gegen Gruner + Jahr

Start der deutschen „Vanity Fair“
Mit Kampfpreis gegen Gruner + Jahr

Der amerikanische Verlagskonzern Condé Nast greift mit einem neuen Wochenmagazin den deutschen Zeitschriftenmarkt an. Die deutsche Ausgabe des Glamour-Magazin „Vanity Fair“ erscheint am Mittwoch erstmals am Kiosk – zum Kampfpreis von einem Euro. Die Zeitschrift macht den Gruner-Blättern „Gala“ und „Stern“ Konkurrenz. Doch ein Abwehrplan liegt bereits in der Schublade.

NEW YORK/DÜSSELDORF. Der Verlagskonzern Gruner + Jahr (G+J) wird dem amerikanischen Konkurrenten Condé Nast (Vanity Fair, Vogue) nicht kampflos wertvolle Marktanteile überlassen. „Der Markt ist voll. Wir werden um jedes Heft kämpfen“, hieß in Kreisen der Bertelsmann-Zeitschriftentochter zum Start der deutschen Ausgabe von „Vanity Fair“.

Condé Nast wird am Mittwoch die deutsche Ausgabe seines Glamour-Magazin „Vanity Fair“ auf den Markt bringen. Das 320 Seiten starke Heft wird zu einem Kampfpreis von einem Euro am Kiosk zu haben sein. Ähnlich wie die amerikanische Ausgabe präsentiert das wöchentliche Heft eine bunten Mischung aus Klatsch, Mode, Medien und Politik. Die Auflage liegt nach Verlagsangaben bei einer halben Million.

Die neue Zeitschrift greift insbesondere die Gruner-Blätter „Gala“ und „Stern“ an. Europas größter Zeitschriftenkonzern hat bereits einen detaillierten Abwehrplan in der Schublade. Schon in den vergangenen Wochen wurde die Außenwerbung für die Wochenmagazine „Stern“ und „Gala“ und die People-Wochenzeitschrift „Park Avenue“ verstärkt. Für die Verlagsflaggschiffe „Stern“ und „Gala“ sind exklusive Themen vorbereitet, um am Kiosk kontern zu können. „Wir verfallen wegen Vanity Fair nicht in Todesstarre“, sagte ein Insider.

Gruner-Vorstand Bernd Buchholz will nach Angaben aus Unternehmenskreisen sogar das defizitäre Monatsmagazin „Park Avenue“ zur Wochenzeitschrift umfunktionieren, sollte die deutsche „Vanity Fair“ ein Markterfolg werden. Derzeit arbeite eine Entwicklungsredaktion in Hamburg an einem derartigen Konzept. Im Frühsommer könnte es dann mit einer wöchentliche „Park Avenue“ losgehen. Bitter für G+J: der letzte Chefredakteur von „Park Avenue“, Alexander von Schönburg, ist mittlerweile zum Konkurrenten „Vanity Fair“ übergelaufen. Derzeit macht „Stern“-Chefredakteur Andreas Petzold das Monatsheft „Park Avenue“ im Nebenjob.

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