Start-up des Monats: Snappshot: Eine App, die gibt’s noch gar nicht  

Start-up des Monats: Snappshot
Eine App, die gibt’s noch gar nicht  

Aus welcher Perspektive sieht das Foto später am besten aus? Ehepaar Lilienström will dafür eine App entwickeln und vermarktet das als „Crowdsourced“-Start-up. Zum live dabei sein – in einer Vorstadt von Düsseldorf.
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KaarstIn unserer Reihe das „Start-up des Monats“ stellen wir Ihnen regelmäßig ein innovatives Unternehmen vor. Im Januar geht es um das Start-up Snappshot.

Der Eiffelturm ist krumm. Die Spitze ist unscharf. Und statt schöner Grünanlagen ist nur die Schnellstraße zu sehen. So ein schlechtes Urlaubsfoto verdirbt die schönsten Erinnerungen. Mit modernen Smartphones wird zwar jeder zum Fotografen, doch nicht jeder hat auch ein Gefühl für das passende Motiv.

Anja und Sven Lilienström wollen da helfen. Ihre App „Snappshot“ soll ein Fotodienst sein, der automatisch berechnet, aus welcher Position ein Smartphone-Nutzer das optimale Foto schießen kann. Die App berechnet aus den GPS-Daten, welcher Winkel ideal ist ist, um Sehenswürdigkeiten perfekt in Szene zu setzen.

Obwohl die App erst im Herbst starten soll, haben die Lilienströms schon vorher große Ziele: Follower bei Twitter und Facebook gewinnen, in der „New York Times“ erscheinen. „Wir machen kein gewöhnliches Start-up. Uns gibt es ja noch gar nicht“, sagt Sven Lilienström. „Snappshot ist ein sogenanntes ‚Crowdsourced Start-up‘.“ 

Das bedeutet, dass die „Crowd“, also die Fans von Snappshot, an dem Entstehungsprozess der App beteiligt sind. Sie stimmen ab, entscheiden auch bei wichtigen Dingen unmittelbar mit. Das erste Voting steht noch aus: Sollen die 19.000 US-Dollar, die Lilienström für die Entwicklung der App braucht, durch Crowdfunding oder Risikokapitalgeber gesammelt werden?

Bis jetzt steht es 32 gegen 25 Stimmen – für Crowdfunding. „Wir müssen natürlich realistisch bleiben. Vielleicht splitten wir die Summe, wenn es für eine Crowdfunding-Aktion zu viel ist.“ Lilienström ist überzeugt: „Sowas hat es noch nie gegeben, das hat noch keiner gemacht.“ Zu 100 Prozent transparent soll der Snappshot-Prozess sein: Höhen und Tiefen offenlegen genauso wie alle Ein- und Ausgaben.

Entwickelt wird dieser kleine Helfer nicht im Silicon Valley oder in der innovativen Start-up-Szene von Berlin, sondern im beschaulichen Kaarst - einer Kleinstadt mit 42.000 Einwohnern in der Nähe von Düsseldorf. Als Büro dient den Lilienströms ihre Wohnung. Noch. Büroräume sind in Planung, mehrere hat sich das Ehepaar angesehen. Auch Mitarbeiter sollen eingestellt werden, mehr als die zwei freien Studenten, die sie derzeit haben. Snappshot soll groß werden, wenngleich jetzt noch alles an eine Wohnzimmer-Idee erinnert.

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App-Experte: „Es ist nicht unglaublich außergewöhnlich“

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