Start-up enfore und Telekom
Mit günstigen Mitteln ins digitale Zeitalter

Die Deutsche Telekom arbeitet von nun an mit dem einst als „Software-Wunderkind“ gefeierten Start-up-Unternehmer Marco Börries zusammen. Gemeinsam wollen sie für kleine Unternehmen digitale Lösungen anbieten.
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BerlinDer bekannte deutsche Start-up-Unternehmer Marco Börries will in Partnerschaft mit der Deutschen Telekom kleineren Unternehmen Digitallösungen anbieten, die bislang nur in größeren Firmen zu finden sind. Auf der IFA unterzeichneten Börries und Hagen Rickmann, Geschäftskundenvorstand der Telekom Deutschland, am Freitag eine weitreichende Kooperationsvereinbarung.

Die auf der IFA präsentierte Lösung besteht aus einem Kassensystem, einem Kartenterminal und verschiedenen Softwaremodulen. „Sie unterstützen die Geschäfte bei allen Arbeitsschritten, von der Warenwirtschaft und der Lagerhaltung über die Abrechnung bis hin zu Kundenbindungsprogrammen“, sagte Börries. Die Preise für die einzelnen Komponenten sollen am 22. September bekanntgegeben werden. Sie lägen deutlich unter dem Niveau, das derzeit im Markt verlangt werde. Die Software sei im Preis der Hardware inklusive.

Börries galt in den 1980er Jahren als eine Art „Software-Wunderkind“. Er entwickelte als Jugendlicher das Büroprogramm StarOffice, mit dem er Microsoft erfolgreich herausforderte. 1999 verkaufte Börries seine Firma Star Division für einen zweistelligen Millionenbetrag an den US-Computerkonzern Sun Microsystems. Später verantwortete er beim Internet-Pionier Yahoo die Mobil-Sparte. Seit acht Jahren bereitet er mit seinem Start-up enfore eine „digitale Komplettlösung“ für Ladengeschäfte vor, die im Einzelhandel, im Gastgewerbe oder als Dienstleistungsunternehmen aktiv sind.

Die Telekom bringt sich zum einen mit der Netzanbindung in die Partnerschaft ein. Außerdem wird sie beim Vertrieb und dem Support aktiv. So soll das Kassensystem als „MagentaBusiness POS“ in ausgewählten Telekom-Shops und dem Direktvertrieb des Providers vermarktet werden. Rickmann sprach von einer „digitalen Revolution“ für kleinere Unternehmen. Die Lösung sei ein Beweis dafür, dass Innovationen nicht alleine aus den USA oder dem Silicon Valley kommen können.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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