Stellen werden gestrichen: CE Consumer setzt Rotstift an

Stellen werden gestrichen
CE Consumer setzt Rotstift an

Der defizitäre Chipbroker CE Consumer Electronic hat sich nach dem geplatzten Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Azego ein Restrukturierungsprogramm verordnet: Der Vorstand soll verkleinert und bis zu 30 Stellen abgebaut werden.

HB MÜNCHEN. „Die zügige Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen lässt für das laufende Geschäftsjahr eine Entlastung der operativen Kosten im einstelligen Mill. €-Bereich erwarten“, teilte die im SDax gelistete Gesellschaft am Montag in München mit. „Bei stabilem Marktumfeld ist damit die Basis für eine wesentliche Verbesserung des operativen Ergebnisses in 2005 gelegt.“

Der Vorstand werde auf zwei Mitglieder halbiert, Christopher DeNisco werde künftig das Unternehmen leiten, erklärte CE. Der bisherige Vorstandschef Friedrich Rettenberger werde als Vorstand die Finanzen betreuen. 2005 sollten zudem die weltweiten Personalkosten um 14 % sinken, hierzu sei der Abbau von bis zu 30 Arbeitsplätzen geplant. Hinzu komme der Verkauf einzelner Tochtergesellschaften in Lateinamerika. Ce hat bislang mehr als 500 Beschäftigte.

Die CE-Aktie legte in Reaktion auf die Nachricht zu und notierte kurz vor Ende des Computer-Handels Xetra drei Prozent im Plus bei rund einem Euro. Zuvor hatte sie bis zu drei Prozent verloren.

Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Michael Negel und Michael Wood seien freiwillig von ihren Posten zurückgetreten und fungierten künftig als Bereichschefs. Negel werde das weltweite Direct-Brokerage verantworten, Wood den elektronischen Handel, der künftig an Bedeutung gewinnen solle. Die Sparte Computer Produkte werde von Gregory Hopkins geführt. „Die Personalentscheidungen im Vorstand sind der Startschuss für weitere einschneidende Maßnahmen zur Senkung der operativen Kosten und zur Steigerung der Ertragskraft“, hieß es. Die fixen Vorstandsbezüge sinken den Angaben zufolge um 23 %.

Bereits am Freitagabend hatte das Online-Portal „manager-magazin.de“ von einem bevorstehenden Stellenabbau berichtet. CE zufolge sind hiervon vor allem Mitarbeiter im Ausland betroffen. Darüber hinaus müssten Angestellte in oberen Gehaltsklassen Kürzungen hinnehmen.

CE und Azego hatten im Herbst angekündigt, fusionieren zu wollen und die Pläne kurz vor Weihnachten überraschend ad acta gelegt. Ce-Chef Rettenberger hatte daraufhin angekündigt, die Kosten senken zu wollen. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen einen Verlust von rund 160 000 € verbucht.

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