Stellenabbau nach Quartalsverlust geplant
Sun beendet Streit mit Microsoft

Das kalifornische Computerunternehmen Sun Microsystems und der weltgrößte Softwareproduzent Microsoft haben ihren jahrelangen Streit beigelegt. Dafür wurden außergerichtlich ein Milliardenvergleich geschlossen.

HB SANTA CLARA. Sun erhält vom weltgrößten Softwareproduzenten Microsoft 700 Mill. Dollar (569 Mio Euro) zur Beilegung aller kartellrechtlichen Streitigkeiten sowie 900 Mill. Dollar für die Beilegung von Patentbeschwerden, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Zugleich kündigte Sun den Abbau von 3300 Stellen oder knapp zehn Prozent der Belegschaft an.

Die beiden Konzerne einigten sich auch auf die gegenseitige Zahlung von Lizenzgebühren für die Verwendung jeweiliger Technologien. Microsoft macht hierfür eine Vorauszahlung von 350 Mill. Dollar. Sun will Lizenzgebühren zahlen, wenn Microsoft-Technologien in seine Server-Produkte integriert werden. In dem jahrelangen erbitterten Streit ging es unter anderem um die von Sun entwickelte Programmiersprache Java.

Sun sieht mit den neuen Vereinbarungen auch seine Ziele als erreicht an, die man mit den in der EU gegen Microsoft anhängigen Aktionen verfolgt habe. Microsoft war kürzlich von den Brüsseler Wettbewerbshütern zu einer Rekordstrafe von 497 Mill. € und harten Auflagen wegen kartellrechtlicher Verstöße verdonnert worden. Microsoft will bei dem zuständigen Gericht in Luxemburg Berufung einlegen. Sun war einer der Hauptbeschwerdeführer in Brüssel gewesen.

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