Stellenabbau zeigt erste Konturen
Erste Telekom-Mitarbeiter gehen freiwillig

Der Konkurrenzdruck im Festnetz-Geschäft macht der Deutschen Telekom stärker zu schaffen als bislang erwartet. Der massive Stellenabbau bei dem heimischen Marktführer nimmt derweil erste Konturen an.

HB BONN. Seit Beginn des Jahres hätten sich 3500 Beschäftigte freiwillig für ein Ausscheiden über Altersteilzeit oder eine Abfindung entschieden, sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Bonn. Damit liege das Unternehmen deutlich im Rahmen der Erwartungen. Bis Ende 2008 will sich der Konzern von insgesamt 32 000 Mitarbeitern trennen, betroffen davon ist vor allem die Festnetzsparte T-Com.

Zu den laufenden Tarifverhandlungen sagte der Telekom-Chef weiter, dass die von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di geforderte Erhöhung der Gehälter von 6,7 Prozent völlig realitätsfern sei. „Wir müssen die Kosten im Griff behalten“, betonte Ricke. Alles andere wäre im Sinne einer Beschäftigungssicherung verantwortungslos. Bei der nächsten Verhandlungsrunde werde die Telekom ein Angebot auf den Tisch legen. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Telekom muss im Festnetz Abstriche machen

Der Konzern meldete am Donnerstag im Festnetz einen beschleunigten Umsatzverfall im ersten Quartal und musste seine Erwartung für die Entwicklung der Sparte im Gesamtjahr deutlich nach unten korrigieren. Dafür lief es im Mobilfunk überraschend gut. Insgesamt bekräftigte die Telekom daher ihre Planung für dieses und das kommende Jahr. Die Gewinnerwartungen zum Auftakt konnte sie erfüllen. Dabei erwies sich T-Mobile USA wieder als der Hauptwachstumstreiber.

Das Bonner Unternehmen meldete für Januar bis März ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von knapp fünf Mrd. Euro, das rund 3 Prozent höher ausfiel als Anfang 2005. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 1,1 Mrd. Euro, das sind fast 10 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Die befragten Analysten hatten die Erträge in dieser Größenordnung erwartet, allerdings beim Umsatz um einiges höher getippt. Hier fuhr die Telekom 14,8 Mrd. Euro und damit 4 Prozent mehr ein.

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