Stephen Elop
Neuer Nokia-Chef schafft Wende nicht

Während die Rivalen Apple und RIM mit starken Quartalszahlen punkten konnten, musste der weltgrößte Handyhersteller Nokia einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Gleichzeitig verlieren die Finnen weiter Marktanteile.
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StockholmEin überraschend schwacher Ausblick und ein weiter sinkender Weltmarktanteil haben die Aktie des finnischen Handy-Weltmarktführers Nokia zeitweise schwer unter Druck gesetzt. Der Kurs der Nokia-Aktie stürzte nach Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal 2010 an der Börse in Helsinki zunächst um fast neun Prozent ab. Später erholte er sich wieder etwas und lag später bei einem Minus von einem knappen Prozent.

Zuvor hatte der neue Nokia-Chef Stephen Elop angekündigt, am 11. Februar eine neue Strategie für den Weltmarktführer zu präsentieren. Die Branche habe sich sehr schnell verändert, jetzt müsse sich Nokia noch schneller verändern, sagte er kämpferisch ohne Einzelheiten zu nennen.

Nokia in Zahlen:Q IQ IIQ IIIQ IV
Umsatz (in Mrd. Euro)9,510,010,512,7
Betriebsgewinn (in Mio. Euro)8206606341,09
Gewinn je Aktie (in Euro-Cent)14111422

Der finnische Konzern konnte zwar in wesentlichen Punkten die niedrigen Erwartungen übertreffen, doch der Ausblick, den Elop gab, verunsicherte Investoren. Elop geht davon aus, dass sein Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres einen Handy-Umsatz von 6,8 bis 7,3 Milliarden Euro erzielen wird. Analysten hatten mit einem Umsatz von 7,3 Milliarden Euro gerechnet. Auch die Betriebsmarge von sieben bis zehn Prozent im ersten Quartal lag unter den Schätzungen der Analysten.

Sie waren von einer Marge von 10,6 Prozent ausgegangen. Helena Nordman-Knutson, Analystin bei Öhmans Equities, zeigte sich enttäuscht über die schwache Marge. ”Ansonsten war die Bilanz aber ganz O.K.”, sagte sie. Nokia gab keine Prognose für das Gesamtjahr 2011 ab. Der Marktanteil des finnischen Konzerns sinkt ebenfalls weiter: Nach 35 Prozent vor einem Jahr beziffern die Finnen ihren Weltmarktanteil nun auf etwa 31 Prozent.

Der Negativtrend zeigte sich auch in den Zahlen für das vierte Quartal: Das Betriebsergebnis von Nokia sank auf 1,1 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 12,6 Milliarden Euro nach 11,9 Milliarden im Vorjahr. Er lag leicht über den Schätzungen von Analysten. Positiv war auch, dass der durchschnittliche Verkaufspreis je Handy von 64 Euro auf 69 Euro geklettert ist.

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Was Nokia falsch gemacht hat

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