Steve Jobs will zukaufen
Apple schwimmt im Geld

Das ist jetzt Chefsache: Entgegen aller Gewohnheit meldete sich Apple-Chef Steve Jobs zum ersten Mal seit sechs Jahren persönlich beim Investoren-Gespräch anlässlich der Quartalszahlen zu Wort – und sorgte für eine dicke Überraschung: 25 Milliarden Dollar hätte Apple zur Verfügung. Und kann nun kräftig zukaufen.

DÜSSELDORF. Ausführlich betonte Jobs, welche außergewöhnlichen Ergebnisse erwirtschaftet wurden und dass es dem Unternehmen gut gehe. Das war nicht neu. Aber dann horchten Analysten und Journalisten auf: Rund 25 Mrd. Dollar, so erzählte Jobs, lägen „sicher auf der Bank“ und Apple habe „keinen Cent Schulden“.

25 Mrd. Dollar hat Apple also zur freien Verfügung. Und Jobs erzählte weiter: Der aktuelle Abschwung brächte „außergewöhnliche Möglichkeiten für Unternehmen, die das Geld hätten, um davon Gebrauch zu machen.“ Seine Worte zeigen Wirkung: Jetzt rätselt die weltweite Apple-Gemeinde ausnahmsweise mal nicht über neue Spielzeuge ihres kalifornischen Lieblingsunternehmens, sondern über dessen Akquisitions-Möglichkeiten.

Nikolaus Mohr, Technologieexperte bei Accenture ist noch unentschieden, ob Apple zukaufen wird: „Sie müssen was tun, haben aber in der Vergangenheit kaum Akquisitionen getätigt. Das macht das Ganze schwierig. Aber wenn nichts getan wird, könnten die Investoren auf eine Ausschüttung der Milliarden drängen“, erläutert er.

Ein Apple-Sprecher erklärte, dass man Gerüchte routinemäßig nicht kommentieren. Aber die Apple-Gemeinde sammelt in ihren Internetforen bereits reichlich Ideen, wo Jobs mit den Milliarden zuschlagen könnte:

Der Smartphone-Anbieter RIM

Den kanadischen Anbieter des beliebten E-Mails-Services Blackberry hat das iPhone bereits sturmreif geschossen. Die Marktkapitalisierung beträgt noch 25 Mrd. Dollar. Mit 6,9 Mio. iPhones verkaufte Apple im vierten Quartal des Geschäftsjahres rund 600 000 Geräte mehr als Rim. Rim erzielte im vergleichbaren Quartal 2,5 Mrd. Dollar Umsatz, davon 333 Mio. durch den E-Maildienst Blackberry, den Rest durch Geräteverkauf. Könnte Apple den Blackberrydienst auf sein iPhone übertragen, stünde dem Durchbruch im Businessmarkt nichts mehr entgegen. Jedenfalls abgesehen von der lausigen Akkulaufzeit des iPhones.

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