Neben der Story sind die ausschlaggebenden Kriterien zum Kauf eines Hörspiels oder Hörbuchs laut Marktforschung eine gute Klangqualität, sympathische Sprecherstimmen - und ein guter Preis.
Auf dem Hörmarkt geht es immer rauer zu. Denn hier gilt die Buchpreisbindung nicht, Händler können die empfohlenen Preise unterbieten. So sank der Durchschnittspreis einer Audio-CD 2007 gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 13,60 Euro. Zugleich stiegen die Preise für Lizenzen und Produktion.
An die 200 Verlage kämpfen um das Publikum; hinzu kommen bis zu 300 Kleinst- und "Küchenlabels".
Der Druck ist groß. Eine durchschnittliche Produktion kostet schnell ein paar Zehntausend Euro, aufwendige Inszenierungen wie das Fantasy-Abenteuer "Otherland" von Tad Williams oder Karl Mays "Orient-Zyklus", die oft Kooperationen zwischen Verlagen und den Rundfunkanstalten sind, verschlingen schnell einige Hunderttausend Euro.
Wie im Buchgeschäft leben die Hörverlage von Bestsellern: "Rund 13 Prozent unseres Programms ziehen den Rest mit durch", sagt Hörverlag-Chefin Baumhöver. Ihr fehlte 2007 ein Knaller, der Umsatz stagnierte. Der des kleinen Konkurrenten Tacheles/Roof Music stieg dagegen um 300 Prozent - dank Hape Kerkeling. Dessen Bestseller-Buch "Ich bin dann mal weg" verkaufte sich auch als Silberling bestens.
Die Innenbeleuchtung im Wagen killt die Schwärze der Nacht. Ist er nun tot oder doch nicht? Und wenn ja, wer war's? Es wäre vielleicht sicherer, kurz mal anzuhalten.
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