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13.03.2008 

Die Haupthörergruppe von Audioliteratur sind die 30- bis 49-Jährigen, Männer ebenso wie Frauen. Das haben die Marktforscher der Düsseldorfer Innofact AG ermittelt. Über 40 Prozent lauschen im Auto, jeder Dritte im Zug, zehn Prozent treiben beim Hörbuchlauschen Sport. Vor allem Krimis haben es den Hörern angetan, so mancher von ihnen verkauft sich auf CD mehr als 10 000-mal. Die ganz Großen im Krimibusiness machen nun auch mit: Seit Januar gibt es einmal pro Monat den "Radio-Tatort".

"Eine spannende Sache", sagt Karoline Eichhorn. Die 42-Jährige spielt die Kripo-Assistentin Nina Brändle, klug, redegewandt und schwäbelnd bis zur Schmerzgrenze. Im Sommer erscheint eine CD-Edition der Produktionen - ob sie das Zeug zum Kult haben wie die Fernsehoriginale?

"Text und Akustik müssen konsequent zusammenwirken", sagt Wolfgang Schiffer. Dann entsteht das, was der WDR-Hörspiel-Chef etwas sperrig eine sinnliche Erfahrung nennt, "bei der das Gehörte nachhaltig eigene Vorstellungen evoziert". Magie für die Ohren. Aufwendig, mit viel Effekten produzierte Hörspiele und einfühlsam vorgetragene Literatur in der Tradition des Geschichtenerzählens stehen heute nebeneinander.

Und: Promis reichen nicht. "Vorsicht ist geboten, wenn allzu offensichtlich auf Schauspielerprominenz gesetzt wird", sagt Hörbuch-Kritiker Wolfgang Schneider. Vor allem sympathische Stimmen ziehen Käufer an.

Und: Nicht jede Stimme passt zu jedem Text. Das weiß auch Karoline Eichhorn. Einmal hat sie probiert, ein Hörbuch zu lesen, widerwillig. Doch: "Das Erzählerische liegt mir nicht", sagt sie. "Meine Stärke ist der Dialog."

Das zeigt sie im WDR-Studio. Ihre Halsschlagader schwillt an: "Das ist ja wirklich zum Schreeeeiiiieeeeen!"

Lüdenscheid. Sie haben sich total verfahren. Aaaaarrrgggghhhhh!

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