Strategieplanung
Infineon hat große Pläne mit der Speichersparte

Infineon hat mit seiner defizitären Speichersparte große Pläne: Sie soll im kommenden Jahr nicht nur die Gewinnzone erreichen, sondern mittelfristig die Nummer zwei auf dem Weltmarkt werden. Dafür überprüft der Chiphersteller seine gesamte Strategie.

HB FRANKFURT. „Wir wollen in der Speichersparte 2006 auf jeden Fall schwarze Zahlen schreiben und langfristig die Rendite deutlich steigern“, sagte der Chef der Speichersparte, Kin Wah Loh, in einem vorab veröffentlichten Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Über einen Zyklus, das heißt über eine Auf- und eine Abschwungphase hinweg, peilen wir eine zweistellige operative Gewinnmarge an.“ Loh bekräftigte, dass Infineon seine gesamte Strategie überprüfe, über eine Abspaltung der Speichersparte aber noch nicht entschieden sei.

Künftig werde es wohl nur fünf große und mehrere kleine Anbieter geben, sagte Loh. Samsung liege klar vorne, Infineon wolle aber mit seiner Speichersparte aufholen. „Noch sind wir die Nummer vier hinter Samsung, Hynix und Micron. Samsung ist enteilt, aber Hynix und Micron wollen wir innerhalb der nächsten fünf Jahre überholen“, kündigte Loh an. „Unser Ziel heißt: Die Nummer zwei auf dem Weltmarkt zu werden“, fügte er hinzu.

Große Wachstumschancen sieht der Spartenchef bei dem Geschäft mit der Unterhaltungselektronik. Dies solle weiter ausgebaut werden, da sich dort höhere Margen erzielen ließen. „Den Umsatzanteil von Grafikspeichern werden wir von heute sechs auf zwölf Prozent steigern.“ Bis Ende kommenden Jahres solle der Marktanteil Infineons in diesem Segment auf über 25 Prozent von derzeit gut zehn Prozent steigen.

Loh kündigte zudem an, dass die Produktion in Asien ausgebaut werden solle. „Wir produzieren schon zu 40 Prozent in Asien und zu je 30 Prozent in Amerika und Europa. Den Asien-Anteil werden wir noch auf gut 50 ausbauen.“

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