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Strategieschwenk: Hewlett-Packard behält die PC-Sparte bei

Der US-Computer-Konzern Hewlett-Packard justiert den Firmenkurs. Die PC-Sparte wird nun doch nicht abgespalten wie ursprünglich vom ehemaligen Konzernchef Léo Apotheker vorgeschlagen.

HP-Konzernchefin Meg Whitman Quelle: Reuters
HP-Konzernchefin Meg Whitman Quelle: Reuters

Palo Alto/San Francisco Erneuter Strategieschwenk beim weltgrößten Computerhersteller Hewlett-Packard (HP): Der US-Konzern nimmt Abstand von seinem Plan, die PC-Sparte abzuspalten oder zu veräußern. „HP steht zur Personal Systems Group“, sagte die neue Konzernchefin Meg Whitman am Donnerstag. „Zusammen sind wir stärker.“ Die Prüfung sei „klar“ zugunsten der Beibehaltung des Geschäfts ausgefallen.

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Der aus Deutschland stammende ehemalige Konzernchef Léo Apotheker hatte die PC-Sparte im August zur Disposition gestellt. Er wollte das Unternehmen stärker auf lukrativere Geschäftsbereiche wie Software und Dienstleistungen ausrichten. Die Ankündigung hatte den Aktienkurs in die Tiefe gerissen und kostete Apotheker letztlich den Job. Nachbörslich legte die Aktie um 1 Prozent zu. Nachfolgerin Whitman hatte von Beginn an angedeutet, dass sie das Geschäft behalten wolle.

Mit einer der mächtigsten Frauen der US-Geschäftswelt will der Silicon-Valley-Riese das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen, nachdem Apotheker innerhalb von elf Monaten drei Mal die Gewinnziele des Konzerns senken musste und die Strategie mehrmals umkrempelte.

In Apothekers Amtszeit hat sich der Marktwert des Konzerns auf knapp 48 Milliarden beinahe halbiert. Auf Unverständnis stieß bei vielen Anlegern im August die Ankündigung, den Tablet-PC TouchPad nach kurzer Zeit wieder vom Markt zu nehmen, das PC-Geschäft abtrennen zu wollen und für knapp zwölf Milliarden Dollar die britische Software-Firma Autonomy zu kaufen.

Die PC-Sparte erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von gut 40 Milliarden Dollar (29,3 Mrd Euro) und einen operativen Gewinn von rund zwei Milliarden Dollar. Damit hat der Bereich einen großen Anteil am gesamten Gewinn, der 2010 8,8 Milliarden Dollar betrug. Allerdings kommt die PC-Sparte gerade einmal auf eine Marge von 5,9 Prozent, das Geschäft mit Großkunden auf 13 Prozent.

Hewlett-Packard ist nach Daten des Marktforschers Gartner der weltgrößte Computerhersteller mit einem Marktanteil von 17,7 Prozent im dritten Quartal - das ist weit vor Lenovo mit 13,5 Prozent und Dell mit 11,6 Prozent.

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