Strategisch wichtige Übernahme
Nokia greift Blackberry an

Der finnische Handy-Hersteller Nokia startet einen Angriff auf den wegen seiner einfachen Email-Funktionen bekannt gewordenen Blackberry des US-Konzerns Research in Motion (RIM):

HB STOCKHOLM. Der finnische Handy-Weltmarktführer übernimmt für rund 430 Mill. Dollar (368 Mill. Euro) den amerikanischen Software-Entwickler Intellisync. Das Unternehmen hat eine Handy-Software entwickelt, die das direkte Empfangen und Versenden von Emails über das Handy ermöglicht. In diesem Bereich ist bisher die kanadische RIM mit ihren Blackberry-Geräten führend.

Nokia zahlt den Intellisync-Aktionären 5,25 Dollar je Aktie. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2006 durchgeführt sein. Die Chefin der Nokia-Sparte Enterprise Solutions, Mary McDowell, sagte in Helsinki, dass der Kauf von Intellisync das Ergebnis ihres Bereiches im kommenden Jahr belasten werde und sie deshalb mit schwarzen Zahlen erst 2007 und nicht – wie bisher angenommen – im ersten Halbjahr 2006 rechne.

Analysten bezeichneten die Übernahme als strategisch wichtig für Nokia. Der finnische Branchenprimus hat in den vergangenen Monaten mehrfach die Bedeutung von mobilen Unternehmenslösungen betont und bereits eigene Software-Entwicklungen vorgestellt.

„Durch den Kauf von Intellisync stärkt Nokia seine Position in diesem wichtigen Segment “, sagte Analystin Helena Nordman-Knutson vom Stockholmer Börsenmakler Öhman Equities dem Handelsblatt. Dem professionellen Handy-Bereich mit so genannten Smartphones sagen Experten seit längerem ein großes Wachstumspotenzial voraus.

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