Strategische Partnerschaft
Bigpoint und EA machen gemeinsame Sache

Der deutsche Onlinespiele-Anbieter Bigpoint hat eine strategische Partnerschaft mit Electronic Arts geschlossen und vermarktet künftig einige Titel des US-Riesen. Gewinnbringend soll der Verkauf virtueller Güter sein.
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HamburgAls erstes Spiel werde „Lord of Ultima“ voraussichtlich ab Ende März verfügbar sein, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Die Einnahmen teilen die Partner in einem nicht genannten Verhältnis. „Beide Parteien bringen ihre Qualitäten ein: Bigpoint die Vermarktung, EA die Spieleentwicklung“, so Bigpoint-Chef Heiko Hubertz.

EA bietet die Spiele bereits auf einer eigenen Website unter dem Motto Play4Free an. Sie lehnen sich an bekannte Vollpreistitel des Unternehmens an, etwa die Fußballsimulation „Fifa“ oder das Rollenspiel „Dragon Age“: Ob alle bei Bigpoint erscheinen, ist aber noch nicht klar. Die Online-Versionen sind kostenlos nutzbar. Einnahmen resultieren aus dem Verkauf virtueller Güter – Spieler erhalten für kleine Beträge zeitliche Vorteile oder Spielgegenstände. Dieses Geschäftsmodell gewinnt in der Branche derzeit massiv an
Bedeutung.

„Für uns ist es ein strategischer Schritt, sehr hochwertige Spiele von traditionellen Publishern als Online-Games anzubieten“, sagte Bigpoint-Chef Hubertz. EA-Manager Sean Decker erklärte, Bigpoint sei mit seiner „globalen Reichweite“ und seinem Verständnis des
Onlinespiele-Marktes „der ideale Partner“.

Derzeit hat EA acht „Play4Free“-Titel, die grundsätzlich alle bei Bigpoint erscheinen sollen. Das Portfolio solle auch darüber hinaus ausgebaut werden, sagte Hubertz.

Bigpoint ist einer der größten Anbieter von Onlinespielen. Die Firma aus Hamburg hat nach eigenen Angaben mehr als 170 Millionen registrierte Nutzer und verzeichnet täglich 250.000 Anmeldungen. Die Spiele sind über eine eigene Websites sowie über ein Netzwerk von mehr als 1.000 Partnern weltweit verfügbar - in Deutschland zählen dazu Bild.de, Pro Sieben und RTL.

Electronic Arts ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Videospielen und macht den größten Teil seines Umsatzes mit dem Verkauf von Vollpreistiteln wie „Need for Speed“, „Medal of Honor“ und „Sims“. Online-Spiele werden für das Unternehmen aber immer wichtiger. So gab Electronic Arts im November 2009 rund 300 Millionen Dollar für den Anbieter Playfish aus, der seine Spiele bei Facebook andockt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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