Streiks zu erwarten
Telekom und Verdi brechen Gespräche ab

Alles deutet darauf hin, dass bei der Telekom demnächst flächendeckend gestreikt wird. Denn Verdi hat ein weiteres Angebot der Telekom abgelehnt und nun haben die Kontrahenten ihre Tarifverhandlungen über die Auslagerung von 50 000 Mitarbeitern abgebrochen.

HB MAYSCHOSS. Die Gewerkschaft Verdi lehnte am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Mayschoß ein nachgebessertes Angebot des Bonner Konzerns ab. Verhandlungsführer Lothar Schröder kündigte an, dass die Große Tarifkommission der Gewerkschaft am Freitag nächster Woche über eine Urabstimmung entscheide werde.

„Inhaltlich sind wir weit von einer Verständigung entfernt“, sagte Schröder. Mit einem Arbeitskampf wolle die Gewerkschaft ihren Forderungen nach einem tariflichen Schutz für die Betroffenen Nachdruck verleihen.

Das letzte Telekom-Angebot hatte nach Angaben Schröders Lohnkürzungen von neun statt bisher zwölf Prozent sowie eine Verlängerung des Kündigungschutzes um ein weiteres Jahr bis 2011 enthalten. Die Telekom will 50 000 Mitarbeiter im Service der Festnetzsparte T-Com sowie in Callcentern in drei eigenständige T-Service-Firmen auslagern. Sie sollen dort länger arbeiten und weniger verdienen. Im Gegenzug bietet der Konzern einen längeren Kündigungsschutz und stellt Neueinstellungen in Aussicht.

Die Deutsche Telekom hat angekündigt, ihr Angebot an die Gewerkschaft bis zum 2. Mai aufrecht zu erhalten. Das sagte Verhandlungsführer und Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Donnerstag in Mayschoß. Es bleibe dabei, dass die drei neuen Gesellschaften zum 1. Juli gegründet würden. Zu den Einigungschancen mit Verdi wollte sich Eick nicht äußern. „Das liegt nicht in meiner Hand“, sagte er. Die Telekom habe ein attraktives Angebot vorgelegt.

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