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Streit beendet: Telenor erhöht Anteile an Vimpelcom

Ein jahrelanger Streit um die Kontrolle bei Russlands zweitgrößtem Mobilfunkbetreiber Vimpelcom ist vorüber: Allerdings muss der norwegische Großaktionär Telenor dafür tief in die Tasche greifen.

Logo von Telenor: Streit beendet. Quelle: dpa
Logo von Telenor: Streit beendet. Quelle: dpa

StockholmDer norwegische Telekom-Konzern Telenor hat einen jahrelangen Streit um die Kontrolle bei dem russischen Konkurrenten Vimpelcom beendet und seinen Anteil an dem Unternehmen deutlich von bislang 25 Prozent auf 36,36 Prozent erhöht. Wie Telenor-Chef Jon Fredrik Baksaas in Oslo mitteilte, hat sein Konzern 234 Millionen Vimpelcom-Vorzugsaktien von dem Investmentunternehmen Weather Investments für 374,4 Millionen Dollar erworben.

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Außerdem vereinbarten beide Unternehmen, dass Telenor auch die verbleibenden 71 Millionen Vimpelcom-Aktien von Weather erwerben kann. Gleichzeitig zieht Telenor sämtliche Klagen gegen den zweiten Vimpelcom-Großaktionär Altimo vor einem Londoner Schiedsgericht zurück.

Altimo und Telenor hatten sich einen jahrelangen, zum Teil erbitterten Streit um die Kontrolle von Vimpelcom geliefert. Altimo hält an dem russischen Mobilfunkbetreiber 25 Prozent, während Telenors Anteil bis vor dem Zukauf von Aktien bei 25,01 Prozent lag. Durch den nahezu gleichen Anteil blockierten sich die beiden Hauptaktionäre vor allem in der Frage, wie sich Vimpelcom strategisch weiter ausrichten soll. Zwischenzeitlich war es sogar zu einer Konfizierung der Vimpelcom-Aktien von Telenor gekommen. Erst nach einem Gerichtsbeschluss erhielt Telenor das Aktienpaket zurück. Allerdings war eine normale Unternehmensführung aufgrund des Konflikts der beiden Großaktionäre kaum möglich.

„Jetzt können wir endlich die industrielle Entwicklung von Vimpelcom fortsetzen“, sagte Baksaas. Vimpelcom ist der zweitgrößte russische Mobilfunkbetreiber. Die Telenor-Aktie schoss nach Bekanntgabe des Deals um knapp vier Prozent nach oben.

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