Streit mit Deutscher Bank
Kirch fordert Nachschlag

Der Medienunternehmer Leo Kirch will Schadenersatz von der Deutschen Bank, die seiner Meinung nach die Insolvenz seines Medienimperiums mitverschuldet hat. Seine Forderung schraubte Kirch jetzt um 2,1 Milliarden Euro hoch.

HB FRANKFURT. Ein Kirch-Sprecher bestätigte einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Demnach erhöhte Kirch in dem seit Jahren währenden Rechtsstreit mit dem Geldhaus bei Gericht seine Forderung von 1,6 Milliarden auf 3,7 Milliarden Euro für seine Anteile an der Pro Sieben Sat.1 Media AG. Durch die Insolvenz seines Konzerns vor fast sechs Jahren hatte Kirch seine Anteile an der Fernsehkette verloren, wie es in dem Bericht heißt. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Seit Kirch im April 2002 mit seiner Taurus -Holding in Konkurs ging, überzieht er die Deutsche Bank mit Klagen. Im Januar 2006 hatte der Bundesgerichtshof eine grundsätzliche Schadenersatzpflicht des Instituts gegenüber Kirch festgestellt. Zur Höhe der Summe ist derzeit am Münchner Landgericht ein weiteres Verfahren anhängig. Rechtsexperten rechnen hier frühestens im Sommer mit Entscheidungen.

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