Streit um eine Millionen-Summe
Vodafone klagt gegen Tarifangebot der Telekom

Vodafone hat die Deutsche Telekom AG wegen eines neuen Festnetztarifs verklagt. Nach Ansichten des britischen Mobilfunk-Konzerns handelt es sich dabei um ein wettbewerbswidriges Tarifangebot.

HB DÜSSELDORF. Nachdem zwei Anträge auf einstweilige Verfügung gegen den „switch and profit“-Tarif der Telekom-Tochter T-Com gescheitert seien, habe Vodafone vor einigen Wochen Klage beim Landgericht Düsseldorf eingereicht, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Wann das Hauptverfahren beginne, sei noch nicht klar.

Bei dem Angebot erhielten T-Com-Kunden eine Gutschrift von 2,56 Cent, wenn sie Anrufe aus dem Telekom-Festnetz auf ein Handy bekämen und diese auf ihren Telekom-Festnetzanschluss umleiteten, erläuterte der Sprecher. Die Anrufer aus dem Festnetz müssten allerdings den Handytarif zwischen 18 und 26 Cent pro Minute zahlen, der höher ist als die Festnetzgebühren.

Einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Capital“ zufolge, geht es bei dem Streit um eine enorme Summe. Rund fünf Milliarden Euro erhielten die vier deutschen Mobilfunkunternehmen als so genannte Terminierungsentgelte für aus dem Festnetz oder Konkurrenz-Mobilfunknetzen angenommene Gespräche. Sollte es der Telekom nun aber gelingen, ein Zehntel dieser Gespräche in ihr Netz umzuleiten, könnte das dem Konzern 500 Millionen Euro bringen, rechnet das Magazin vor.

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