Streit um Führung geht weiter
Ex-Manager klagen gegen Disney

Zwei ehemalige Firmenmanager haben im Streit um die Führung von Walt Disney am Montag eine Klage gegen den US-Unterhaltungskonzern eingereicht.

HB LOS ANGELES. Die Aktionäre und ehemaligen Direktoriumsmitglieder Roy Disney und Stanley Gold werfen dem Unternehmen der Klageschrift zufolge vor, bei der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Firmenchef Michael Eisner falsche Angaben gemacht zu haben. So seien sie selbst davon abgebracht worden, alternative Personalvorschläge zu machen, hieß es in der bei einem Gericht in Delaware eingereichten Klage.

Obwohl der Konzern zugesichert habe, „unvoreingenommen“ nach einem neuen Chef (CEO) zu suchen, sei nur ein externer Kandidat in die engere Wahl gezogen worden. Dieser, nach Medienberichten eBay-Chefin Meg Whitman, sei wiederholt verspätet über Entscheidungen informiert worden. Gegen den Rückzug von Whitmans Bewerbung sei zudem wenig unternommen worden.

Mitte März war Disney-Präsident Robert Iger zum Nachfolger des langjährigen Firmenchefs Michael Eisner ernannt worden. Nach einem beispiellosen Aktionärsaufstand hatte das Disney-Management bereits die Macht Eisners beschnitten. Eisner fungierte seither nur noch als Chefmanager (CEO) und musste sein Amt als Vorsitzender des Direktoriums (Chairman) abgeben. Einige Großaktionäre haben Eisner strategische Fehlentscheidungen vorgeworfen, die den Kurs der Disney-Aktie gedrückt hätten.

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