Streit um Markenrechte: Chinesische Firma will iPad-Importe stoppen

Streit um Markenrechte
Chinesische Firma will iPad-Importe stoppen

Eine chinesische Firma beansprucht den Markennamen „iPad“ für sich und will die Ein- und Ausfuhr der Geräte stoppen. Sollte Apple keine Einigung mit dem Unternehmen erzielen, könnte der Streit unangenehme Folgen haben.
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Hongkong/ShanghaiEine chinesische Technologiefirma, die die Rechte an dem Markennamen „iPad“ beansprucht, bemüht sich um ein Handelsverbot für die Tablet-Computer von Apple in der Volksrepublik. Ein Antrag auf Unterbindung der Ein- und Auslieferungen sei beim chinesischen Zoll eingereicht worden, teilte der Anwalt des Unternehmens Proview Technology am Dienstag mit. Der Rechtsstreit zieht sich seit einiger Zeit hin. Medienberichten zufolge haben chinesische Behörden in einigen Städten bereits Händler angewiesen, den Verkauf von iPads zu stoppen.

Apple wies den Vorwurf zurück, gegen Markenrechte verstoßen zu haben. Eine Sprecherin erklärte, die weltweiten Rechte für die Nutzung der Marke seien Proview vor Jahren abgekauft worden. Der Konzern aus Shenzhen weigere sich jedoch, dies für China zu akzeptieren. Zuletzt habe sich auch ein Hongkonger Gericht in diesem Fall auf die Seite des US-Konzerns gestellt.

Experten halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Unternehmen einen Vergleich schließen und Apple Proview eine Kompensationszahlung für die Nutzung des Namens iPad in China leistet. Schließlich sei Apple auch das einzige Unternehmen, an welches Proview den Namen verkaufen könne. Sollte Apple jedoch keine Einigung mit den Chinesen erzielen, könnte es ungemütlich werden: Die Volksrepublik entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Absatzmarkt für Apple und zudem stellen die Amerikaner dort teils ihre iPads, iPhones und iPods her.

Apple steht derzeit in mehreren Fällen vor Gericht. Meist geht es dabei jedoch um Patentstreitigkeiten - beispielsweise mit Samsung Electronics.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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