Streit um private Sportwetten
DSF droht mit Abzug aus Bayern

Im Streit um ein geplantes Werbeverbot für private Sportwetten in Bayern hat das Deutsche Sportfernsehen (DSF) mit dem Umzug in ein anderes Bundesland gedroht.

HB MÜNCHEN. In einem offenen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) wies DSF- Geschäftsführer Rainer Hüther auf massive Wettbewerbsnachteile durch das geplante Verbot hin. „Solange keine bundesweit einheitliche Vorgehensweise erfolgt, zwingen Sie DSF, aus Bayern auszuwandern und den Sitz in ein anderes Bundesland zu verlegen“, heißt es in dem Schreiben, das der dpa seit Freitag vorliegt.

Bei dem Streit geht es um die Werbung für den privaten Sportwettenanbieter „betandwin“, der unter anderem Sponsor des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München und des Bundesligisten SV Werder Bremen ist. Innenstaatssekretär Georg Schmid (CSU) hatte am Mittwoch in der Fragestunde des Landtags angekündigt, dass das Werbeverbot durchgesetzt wird.

DSF-Geschäftsführer Hüther wirft der Staatsregierung vor, damit massiv in die wirtschaftlichen Belange eines privaten Fernsehsenders einzugreifen. „An einem Medienstandort wie München, an dem viele Arbeitsplätze in der Medienindustrie geschaffen wurden, kann ein solches Verhalten nur Unverständnis und Empörung hervorrufen.“ Hingegen dürfe der Sender Eurosport völlig unbehelligt von der Bayerischen Staatsregierung Wettangebote von „betandwin“ bewerben. „Wenn DSF nicht mehr werben darf, werden die entsprechenden Werbegelder zu Eurosport fließen“, schreibt Hüther.

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