Streit um PTC-Anteile
Vivendi verklagt Deutsche Telekom

Der französische Medienkonzern Vivendi hat Strafanzeige gegen die Deutsche Telekom wegen der Mehrheitsübernahme beim polnischen Mobilfunbetreibers PTC gestellt. Auch das polnische Unternehmen Elektrim wurde verklagt.

HB PARIS. Der französische Mischkonzern teilte am Dienstag mit, in Warschau gerichtlich gegen die Deutsche Telekom und den polnischen Versorger Elektrim vorzugehen. Vivendi hält das Geschäft von Telekom und Elektrim um PTC-Anteile für illegal. Die Deutsche Telekom hatte ihren Anspruch auf weitere 48 Prozent an PTC - die Vivendi ebenfalls beansprucht - vergangene Woche mit einer Teilzahlung in Höhe des Buchwerts von rund 600 Mill. Euro untermauert. Das Wiener Schiedsgericht hatte im Juni entschieden, dass die Telekom eine Kaufoption auf den PTC-Anteil ausüben durfte. Den endgültigen Kaufpreis will das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt festlegen.

Die Telekom streitet sich seit Jahren mit Vivendi über die Übernahme weiterer PTC-Anteile. Vivendi erkennt den Wiener Schiedsspruch, auf den sich die Telekom stützt, nicht an. Die Franzosen stehen auf dem Standpunkt, dass die umstrittenen PTC-Anteile nicht Elektrim zuzuordnen sind, sondern dem Gemeinschaftsunternehmen Elektrim Telekomunikacja (ET), an dem Vivendi 51 Prozent und Elektrim 49 Prozent hält.

Vivendi teilte mit, das Unternehmen wolle im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren von Elektrim seine Rechte als Gläubiger verteidigen und jeden „illegalen“ Transfer von PTC-Aktien verhindern. Ein Telekom-Sprecher bezeichnete den Vorstoß von Vivendi als absurd. Die Klage entbehre jeder Grundlage.

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