Streit um UMTS-Patent
Nokia zieht vor britischem Gericht den Kürzeren

Im Streit um ein UMTS-Patent hat der Mobilfunkkonzern das Nachsehen. Ein britisches Gericht entschied nun zu Gunsten des deutschen Rechteverwerters IPCom.
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London/MünchenNokia hat in einem Rechtsstreit um UMTS-Patente mit dem deutschen Rechteverwerter IPCom in Großbritannien eine Schlappe einstecken müssen. Der finnische Mobilfunkkonzern habe das von IPCom gehaltene Patent 100a mit seinen Handys in Großbritannien verletzt, entschied ein britisches Gericht am Donnerstag. Bei einem vergleichbaren Rechtsstreit in Deutschland hatte Nokia angekündigt, das besagte Patent nicht mehr nutzen und technisch umschiffen zu wollen. Dies sei aber nicht ausreichend geschehen, um das Patent nicht zu verletzen, entschied nun das Oberste britische Gericht.

Der Rechteverwerter IPCom hatte vor Jahren Patente des Autozulieferers Bosch gekauft. Bei dem fraglichen Patent 100a handelt es sich um ein Verfahren, das es Handy-Nutzer ermöglicht, bestimmte Services wie etwa den Notruf zu nutzen, auch wenn das Mobilnetzwerk überlastet ist. Nach Angaben von IPCom ist es fester Bestandteil aller Handys, die den schnellen Mobilfunkstandard UMTS nutzen. Auch den taiwanischen Hersteller HTC hatte IPCom vor Gericht gebracht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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