Streit wegen Napster
Warner und Bertelsmann einigen sich

Der Musikkonzern Warner Music hat sich im Streit über Urheberrechtsverletzungen der früheren Musiktauschbörse Napster mit dem Medienkonzern Bertelsmann geeinigt.

HB NEW YORK. Die Gütersloher zahlen 110 Millionen Dollar an die US-Plattenfirma, teilte Warner Music am Dienstag in New York mit. Damit ist nach Angaben von Bertelsmann aber kein Schuldeingeständnis verbunden.

Internetbenutzer konnten bei Napster kostenlos Musiktitel herunterladen. Wie andere große Plattenfirmen hatte Warner Music allerdings die Rechte auf Musikaufnahmen und -veröffentlichungen für sich beansprucht und die 1999 gegründete Tauschbörse verklagt. Mit diesen Klagen musste sich dann auch der zwischenzeitliche Napster-Eigner Bertelsmann auseinandersetzen.

Den Rechtsstreit mit der britischen Emi Group konnte Bertelsmann Ende März beilegen. Mit dem Konkurrenten Universal Music hatte sich der Konzern bereits vergangenen Herbst auf eine Zahlung von 60 Millionen Dollar geeinigt.

Wegen der Urheberrechtsverletzungen musste Napster 2001 das kostenlose Tauschgeschäft aufgeben. Seit 2003 gehört Napster zu der Softwarefirma Roxio, die den Namen übernahm und den Dienst nun als kostenpflichtiges Online-Musikgeschäft führt.

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