Streitpunkt Handy-Chips
Qualcomm verklagt Texas Instruments

Zwischen den Handy-Chipherstellern Qualcomm und Texas Instruments bahnt sich ein Gerichtsstreit über die Nutzung von Patenten an. Dabei verklagt Qualcomm den Konkurrenten wegen einer angeblichen Verletzung eines Lizenzabkommens zwischen beiden Unternehmen.

vwd SAN DIEGO. Die Qualcomm Inc, San Diego, will erreichen, dass die Texas Instruments Inc (TI), Dallas, die Qualcomm-Patente nicht mehr nutzen darf. Das Lizenzabkommen sieht vor, dass beide Wettbewerber jeweils Zugriff auf Patente des anderen erhalten.

TI bezeichnete die Klage als chancenlos. Man werde sich energisch verteidigen, hieß es in einer Pressemitteilung. TI gilt als der weltweit größte Hersteller von Handy-Chips; Qualcomm verfügt dagegen bei den digitalen CDMA-Chips über einen weltweiten Marktanteil zwischen 80 und 90 Prozent. Im Dezember 200 hatten Qualcomm und TI das Abkommen abgeschlossen, um sich gegenseitig die weltweite Produktion bei jeglicher digitaler Handytechnologie zu ermöglichen.

Bislang konzentrierte sich TI auf die Produktion von CDMA-Chips für Großkunden wie Nokia. Mitte Mai kündigte der texanische Konzern allerdings an, er werde gemeinsam mit Nokia und STMicroelectronics Standard-CDMA-Chips herstellen, die auch von kleineren Mobiltelefonherstellern genutzt werden können. Damit sollte die dominierende Stellung von Qualcomm verringert werden, hieß es damals. Analysten und TI selbst vermuten nun, dass Qualcomm die Klage eingereicht habe, um TI vom Wettbewerb in diesem Chip-Bereich fernzuhalten. Qualcomm wollte zu den Vorwürfen keine Details mitteilen. Das Unternehmen begründete dies damit, nicht seinerseits das Abkommen verletzen zu wollen, denn die strittigen Punkte beträfen vertrauliche Passagen.

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