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Strenge Kartellwächter

EU-Kommissar Mario Monti ist seit einer Serie von Niederlagen vor dem Europäischen Gerichtshof vorsichtiger geworden, was Kartellverfahren anbelangt.

HB DÜSSELDORF. Dennoch hat die Wettbewerbskommission auch in den vergangenen zwölf Monaten einige Verfahren angestrengt:

Nintendo: Noch Ende vergangenen Jahres erhielt der japanische Spielehersteller Nintendo die Aufforderung, ein Bußgeld von knapp 168 Mill. Euro zu zahlen. Der Grund: Mit illegalen Vertriebspraktiken hatte Nintendo die Preise für den „Game Boy“ künstlich hochgehalten.

Deutsche Telekom: Im Frühjahr verdonnerte die EU Kommission die Telekom dazu, ein Bußgeld von 12,6 Mill. Euro zu zahlen. Das Unternehmen hatte die Differenz zwischen dem Mietpreis, den Telekom-Konkurrenten für das Kupferkabel zwischen Hausanschluss und der nächsten Ortsvermittlungsstelle zahlen müssen, und der monatlichen Gebühr für einen analogen Anschluss der Telekom, den normale Kunden zahlen müssen, zu niedrig angesetzt.

Clearstream: Seit dem Frühjahr läuft ein Kartellverfahren gegen die Wertpapiersammelbank Clearstream, eine Tochter der Deutschen Börse AG. Ihr wird vorgeworfen, die Geschäfte ihres Hauptkonkurrenten, der Euroclaer Bank, behindert zu haben, in dem sie dem Mitbewerber den Zugang zu einem Abwicklungssystem verweigerte.

Astra Zeneca: Im Sommer eröffnete Monti eine Untersuchung gegen den britisch-schwedischen Pharmakonzern, der Arzneimittelbehörden dazu veranlasst haben soll, nationale Märkte gegen billige Arzneimittel aus dem Ausland abzuschotten.

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