Stromnetz der Zukunft
Deutsche Telekom schielt auf den Energiemarkt

Die Deutsche Telekom erschließt sich ein neues Geschäftsfeld: Der Konzern will im neuen Jahr mit dem Energiekonzern ABB Konzepte für das Stromnetz der Zukunft entwerfen. Es gibt bereits einen Vorvertrag.
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HB DÜSSELDORF. Die Deutsche Telekom hat es nach Informationen von "Spiegel Online" vor allem auf technische Lösungen für tagesaktuelle Tarife abgesehen. Dem Bericht zufolge wird die Großkundesparte T-Systems ab kommenden Jahr mit dem Schweizer Elektrokonzern Asea Brown Boveri (ABB) zusammenarbeiten. "Wir haben einen Vorvertrag abgeschlossen, der Anfang 2010 festgezurrt wird", sagte ein Telekom-Sprecher.

Ziel der Kooperation sei es, gemeinsame Lösungen für das Energienetz der Zukunft, das sogenannte Smart Grid, zu entwickeln. "Wir verfügen über Know-how im Bereich Smart Metering, ABB ist Experte für Gebäudeautomation und dafür, wie dezentral erzeugte Energie in die Netze eingespeist wird."

Die Telekom ist in diesem Sektor bereits aktiv. Beispielsweise hat der Konzern in seiner Modellstadt T-City in Friedrichshafen Haushalte mit intelligenten Stromzählern (Smart Meters) ausgestattet, die den Energieverbrauch im Minutentakt messen können. Nun sollen Anwendungslösungen für das schlaue Stromnetz entwickelt werden. Die Telekom ist nicht das einzige IT-Unternehmen, die auf dem Markt der schlauen Stromnetze Projekte starten.

Auch die Energieversorger sind auf der Suche nach neuen Geschäften

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  • Es ist höchst spannend zu beobachten, wie beim Thema Smart Metering, Smart Grid verschiedene bereiche verschmelzen: Klassische Energieversorger gehen Partnerschaften mit bauern von Elektroautos ein, iT-Größen wie Cisco und andere wollen das internet der Energie aufbauen.
    Energie, iT, internet, Elektromobilität, Erneuerbare Energien - was früher völlig unterschiedliche bereiche waren, wird durch innovationen und neue Möglichkeiten verändert, neu strukturiert. Die Karten werden völlig neu gemischt.

    Ab 2010 wird mit der installation der ersten Smart Meter (pflichtgemäß) der nächste Schritt folgen. Ab Ende 2010 werden Energieversorger differenzierte Preisangebote machen müssen. Kundenbindung, Preis, Herkunft des Stroms wird immer wichtig werden.
    Wird der Strompreis bald zum Tagesthema wie der benzinpreis auch? Es bleibt spannend...

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