
HB SAN FRANCISCO. Der weltweite Absatz an PCs ist im vierten Quartal vergangenen Jahres nicht so stark gewachsen, wie dies die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC erwartet hatten. Gründe seien die schwache Nachfrage vor allem in den USA und Großbritannien und der Einfluss des iPads von Apple auf den gesamten Markt, erklärten beide Firmen übereinstimmend. Die Käufer dächten zweimal darüber nach, welches Gerät sie sich kaufen sollten, hieß es.
Laut IDC wurden im vierten Quartal weltweit rund 92 Million PCs verkauft, Gartner kam in seiner Rechnung auf mehr als 93 Millionen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr lag bei IDC bei 2,7 Prozent und bei Gartner bei 3,1 Prozent. In beiden Fällen lagen die Zahlen unter den Prognosen. Insgesamt wurden 2010 laut IDC 346,2 Millionen Rechner verkauft, was ein Anstieg um 13,6 Prozent war. Gartner kam auf 350,9 Millionen verkaufte Einheiten.
Das iPad hat zwar die ganze Branche beflügelt, gleichzeitig bedroht der sogenannte Tablet-Rechner aber auch die PC-Industrie. In den ersten sechs Monaten seit Erscheinen des iPads wurden mehr als sieben Millionen Stück verkauft. Es bestehe die Gefahr, dass wegen des iPads weniger PCs verkauft würden, hieß es. In welchem Umfang dies der Fall sei, sei aber noch unklar.